FAQ zum Internet of Things

Was ist was im Internet der Dinge?

Stefan von Gagern ist diplomierter Medientechniker (FH) und war als Redakteur und Ressortleiter bei den Fachtiteln "Screen Busines Online" und "Page" tätig. Später lehrte er als Dozent für Medienkonzeption im Master-Studiengang "Multimedia Production" an der Fachhochschule Kiel. Heute schreibt er als freier Fachjournalist und Autor über Themen wie Publishing, Internet, Social Media und Digital Lifestyle. Parallel berät er Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Auftritten.
Das "Next big thing" der letzten Jahre schlechthin ist nicht nur selbst eines der derzeit am häufigsten strapazierten Buzzwords. Rund um das Internet der Dinge tummeln sich Begriffe, die oft genauso wenig oder kaum verstanden werden wie der Oberbegriff. Zeit also dass wir mit Mythen, Buzzwords und Wissenslücken rund um IoT aufräumen.

Obwohl das Internet der Dinge entweder selbst oder in Form von Smart Home und Wearables immer wieder die Messen von Cebit bis IFA der letzten Jahre beherrscht hat, ist es für viele immer noch ein Mysterium. Laut einer Umfrage im Auftrag der Telekom können immer noch 88 Prozent der Deutschen nichts mit dem Begriff anfangen (Studie zum Download als PDF: http://www.telekom.com/282168). Weitaus bekannter sind bei den Konsumenten die Anwendungsbeispiele - wie Sportarmbänder oder smarte Hausgeräte. Den Befragten ist aber nicht klar, dass solche Geräte etwas mit dem Internet der Dinge zu tun haben könnten. Es gibt also noch viel Aufklärungsarbeit für Hersteller und Anbieter, das Thema durchsichtiger und bekannter zu machen.

Ein guter Anfang ist es, den Oberbegriff selbst zu entschlüsseln: Das "Internet der Dinge", kurz IoT (für Internet of Things) steht für den Trend, dass der PC immer mehr verschwindet und durch "smarte Geräte" ersetzt wird. Nicht nur durch portable Geräte wie Smartphones und Tablets, sondern durch Gegenstände des Alltags, die aber mit eingebetteten Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgerüstet werden. Möglichkeiten für solche smarten Geräte gibt fast unendlich viele - vom App-gesteuerten Wasserkocher in der Küche bis zur komplett ferngesteuerten smarten Fabrik. Das Ziel ist aber immer das Gleiche: Die smarten Geräte sollen den Alltag des Menschen einfacher machen. Zum Internet der Dinge gehört aber noch ein ganzes Paket an Fachbegriffen, die oft selbst für ITler kryptisch klingen. Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und die Buzzwords im IoT zu entzaubern:

API

"Ohne API Management wäre das Internet der Dinge nur ein großes Ding", hieß es einmal bei Wired und es stimmt. API (Application Programming Interfaces) sind eine extrem wichtige Zutat des Internets der Dinge: Sie machen den Datenaustausch zwischen Apps und Geräten möglich. Mit offenen APIs kann die smarte Wetterstation eines Herstellers seine Daten an die smarte Markise eines anderen Herstellers weitergeben und bei starkem Wind Markisen einfahren und Rolladen schließen. Mulesoft hat die 10 wichtigsten APIs im IoT in einer Infografik illustriert, darunter zum Beispiel Fitbit API oder das Nest Learning Thermostat API.

BLE

Bluetooth Low Energy (kurz BLE oder Bluetooth 4.0) ist eine spezielle Version des bekannten Drahtlos-Standards und eine wichtige Technologie für smarte Devices: Mit BLE ausgerüstete Gadgets können sich permanent drahtlos mit der Umgebung unterhalten, schonen aber den Akku und müssen nicht bei jedem Aufeinandertreffen erneut gepaired werden.

Cloud-based Application

Klar, die Cloud kennt heute jeder, was gibt es da zu erklären? Im Internet der Dinge spielt sie aber eine besondere Rolle: Apps und Dienste werden im IoT oft im Internet gehostet, statt neue Infrastruktur, Personal oder Software zu verlangen. Zweitens landen oft die von Sensoren, Geräten und Apps gesammelten Daten in der Cloud und können so leicht zwischen Apps und Diensten ausgetauscht werden.