Augmented Reality

Was ist mit Metaio los?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Metaio aus München gehört zu den Pionierfirmen im Bereich Augmented Reality (AR). Oder muss man jetzt sagen gehörte?

Die englischsprachige Webseite von Metaio enthält nur mehr ein paar E-Mail-Adressen, auf der .de wird darauf verwiesen, dass man keine Produkte mehr erwerben kann ("Email support will continue until June 30th, 2015"), niemand geht ans Telefon und die beiden Twitter-Konten @twitt_AR und @metaio sind gelöscht - das kann im Prinzip nur zwei Dinge bedeuten: Entweder ist Metaio, das noch im Oktober 2014 seine Hausmesse InsideAR veranstaltet hatte, insolvent und existiert nicht mehr - oder es wurde übernommen und die entsprechende Ankündigung steht unmittelbar bevor.

Das klingt gar nicht gut...
Das klingt gar nicht gut...

Wir melden uns, sobald wir mehr wissen (und drücken allen Metaio-Mitarbeitern die Daumen, dass die zweite Option zutrifft, Anm. d. Red.).

 

Benjamin Staiger

Übernahme ist doch sehr wahrscheinlich. Nur sollte sich Metaio fragen ob diese Art der Kommunikation - nämlich überhaupt keine - das richtige ist. Metaio legt sehr viel Wert auf Marketing und Messen. Vergisst aber eines: ihre komplette Entwicklergemeinde. Wie kann man sich damit brüsten 110.000 Entwickler zu haben und dann einfach von heute auf morgen die obige "Info" auf die Webseite zu stellen. Damit kann doch kein Mensch/Entwickler arbeiten. Im Übrigen gab es schon seit einigen Tagen Problem mit dem Backend für Entwickler. Auf eine Antwort im Support wartet man vergebens. Fazit: Eine Technologie für die Zukunft, eine Kommunikation von gestern. Verlässlichkeit zählt auch in den Tagen von AR mehr als alles im Geschäftsalltag.

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