Das Beste von der DLD Women 2011

Was Frauen wollen

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Claudia Heinelt war als Redaktionsassistentin unter anderem für die Kontaktpflege zu den freien Autoren verantwortlich. Außerdem koordinierte sie gemeinsam mit Kollegin Karen Funk den Wettbewerb "CIO des Jahres". 
Von Diversity über soziale Netzwerke und E-Commerce bis hin zu ethischem Handeln reichten die Themen auf dem diesjährigen Burda-Kongress DLD Women. Und wie sie das Leben von Frauen beeinflussen.
Diversity-Expertin Laura Liswood rief Frauen in Führungspositionen dazu auf, sich für Veränderungen einzusetzen.
Diversity-Expertin Laura Liswood rief Frauen in Führungspositionen dazu auf, sich für Veränderungen einzusetzen.
Foto: Getty Images_HMB

Die Aufgabe von Frauen in Führungspositionen ist es, Veränderungen herbeizuführen. Das postulierte die Diversity-Expertin Laura Liswood auf der diesjährigen Burda-Konferenz "DLD Women" in München. Die Mitbegründerin des Council of Women World Leaders und langjährige Verantwortliche für Global Leadership and Diversity bei Goldman Sachs forderte Frauen dazu auf, sich nicht von männlicher Dominanz in Unternehmen abschrecken zu lassen und erklärte: "Denn es gibt keine gläserne Decke für Frauen. Es gibt nur eine dicke Schicht aus Männern." Veränderung bedeute aber, dass Frauen den Mut haben müssten, vom "Undenkbaren" zum "Unmöglichen" bis zum "Unvermeidlichen" zu gehen.

Diese Ansicht vertrat auch Candace Johnson von Europe Online: "Man sollte in seinem Leben nur die unmöglichen Dinge tun, immer große Pläne haben und eine Vision davon, wie man die Welt verbessern kann."

Als Vertreterin der Mitt-Zwanziger-Generation meldete sich Libby Leffler von Facebook zu Wort und beklagte das immer noch weit verbreitete mangelnde Selbstbewusstsein von Frauen. So habe einer ihrer Professoren seine Studenten gefragt, wo sie sich in fünf bis zehn Jahren sehen würden. Während die Mehrheit der Männer wie selbstverständlich "CEO in einem Unternehmen" antworteten, hätten die Frauen sich eher im mittleren Management gesehen beziehungsweise überlegt, wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bekommen könnten. "Frauen meiner Generation sind so damit beschäftigt, ihre Karrieren Schritt für Schritt zu planen, dass sie vergessen dafür zu kämpfen, was sie wirklich verdienen", so Leffler weiter. Nämlich ebenso hohe Gehälter und gleiche Karrierenchancen wie die Männer.

Das weibliche Jahrhundert: Innovation und Authentizität

Insgesamt nahmen über 600 einflussreiche Vertreter aus Wirtschaft, Medien, Technologie, Gesellschaft, Gesundheit, Erziehung, Politik und Wissenschaft an der Konferenz "DLD Women" (Digital Life Design) Ende Juni in München teil, darunter Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, die malayische Familien- und Frauenministerin Sharizat Abdul Jalil, zahlreiche Managerinnen unter anderem von Hewlett-Packard, Microsoft, Google, Facebook und Cisco sowie der Mikrobiologe Mel Rosenberg von der Univeristät Tel Aviv. Die unter dem Motto "The Female Century: Innovation & Authenticity" und unter der Schirmherrschaft von Schauspielerin und Hubert Burda-Gattin Maria Furtwängler stehende Veranstaltung verband Themen wie Führung, weibliche Marktsegmente und Konsumentenverhalten, soziale Innovationen und den Einfluss der Digitalisierung auf das Leben von Frauen.