Nachgefragt

Was CIOs Spaß macht

Michael Schweizer ist freier Autor in München.
IT-Leiter manövrieren zwischen geschäftlichen Vorgaben, den Anwendern, ihren Mitarbeitern und der Technik. Dieses Spannungsfeld interpretieren sie unterschiedlich.
Knut Deimer, CIO der Berliner Flughäfen, hat Spaß an neuen Techniken.
Knut Deimer, CIO der Berliner Flughäfen, hat Spaß an neuen Techniken.
Foto: Flughafen Berlin, Knut Deimer

Ohne IT könnte man den entstehenden Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) nicht betreiben. Das klingt banal, aber nach einer großen Belastung für den, der die komplett neue Infrastruktur entwerfen und einführen muss. Knut Deimer, CIO der Berliner Flughäfen, erinnert sich jedoch gelassen: "Immer eine interessante Herausforderung, aber nie ein schlimmer Druck" sei das Projekt IuK@BBI für ihn gewesen. Im Frühjahr 2011 soll es abgeschlossen sein, 2012 soll der neue Hauptstadt-Airport den Betrieb aufnehmen.

Je nach Phase wirkten an IuK@BBI bis zu 40 interne IT-Mitarbeiter mit. Für etliche technische Details waren externe Dienstleister und Lieferanten zuständig. Deimer und sein Team mussten die Schnittstelle bilden, damit die Zusammenarbeit funktionierte und die vielen neuen Systeme sich richtig integrieren ließen. Auch intern definiert der CIO seine Arbeit mehr zwischenmenschlich als technisch: "Wir haben hier viele sehr gute technische Fachleute, auf die ich mich verlasse.

Meine wesentliche Aufgabe ist es, Kontakt zu den Fachbereichen und der Geschäftsführung zu halten, alle Beteiligten zu koordinieren und meine Mitarbeiter zu motivieren." Neue Techniken kennen zu lernen macht ihm aber immer noch Spaß, zumal er beruflich als Systementwickler und in der Datenbankadministration begonnen hat.

Die interne Reputation der Flughafen-IT ist durch IuK@BBI deutlich gestiegen. Deimer ist es wichtig, dass außer den anwendenden Kollegen auch seine rund 100 IT-Mitarbeiter zufrieden sind.