Was CIOs akut beschäftigt

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.

Die Lorenz Snack-World hat ein umfassendes Transitionsprojekt hinter sich. Ist Ihnen jetzt nicht sterbenslangweilig?

Von Langeweile kann nun wirklich keine Rede sein. Im vergangenen Jahr hatten wir eine ziemlich lange Frozen Zone. Da mussten wir uns voll und ganz auf unsere wirklich umfangreiche Neuaufstellung in der IT konzentrieren. Dabei war uns allen bewusst, dass das Business vorübergehend zu kurz kommen würde - auch dem Business selbst. Von daher erwartete uns im laufenden Jahr ein Projektstau, den wir erst einmal auflösen müssen. Sprich: Es sind zahlreiche Projekte umzusetzen.

Im Zuge von größeren Änderungen im Unternehmen - wir bauen gerade ein Shared Service Center auf - sind wir dabei, zahlreiche Prozesse, hauptsächlich im Umfeld Finanzen und Controlling, zu optimieren. Beispielsweise haben wir soeben ein Netweaver-Portal für die Reisekostenabrechnung produktiv geschaltet. Und wir arbeiten daran, in der Kreditorenbuchhaltung papierlose Prozesse einzuführen, unter anderem das Einlesen von Rechnungen mit Texterkennung (OCR) und elektronischem Workflow bei der Rechnungsprüfung. Dazu kommt die Einführung eines umfangreichen SAP-BI-Systems, ebenfalls mit einem Netweaver-Portal. Die zwei letzteren Projekte leite ich selbst. Neben weiteren Vorhaben zu Prozessoptimierungen gibt es auch rein technische wie einen Release-Wechsel im EDI-Umfeld und eine Zusammenführung von Domänen bei Lotus Notes. Darüber hinaus arbeite ich eine neue IT-Strategie für die Gruppe aus. Langweilig kann mir so bestimmt nicht werden.