Unwahrscheinliche IT-Trends

Was 2011 nicht passieren wird

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Android-Tablets verdrängen das iPad, das iPhone den Blackberry. Statt Spielekonsolen gibt es Cloud Gaming. All das wird laut Abi Research 2011 nicht eintreten.
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Welche ITK-Trends werden 2011 bestimmen? Mit dieser Frage beschäftigen sich gegen Jahresende Heerscharen von IT-Analysten und IT-Marktforschern und schauen dafür in die Glaskugel. Doch meist sind die Voraussagen falsch, denn die Experten betreiben bloß Kaffeesatzleserei. Das führt mitunter zu lustigen Ergebnissen.

Das meinen zumindest die US-Marktforscher von Abi Research - und machen das genaue Gegenteil. In dem nicht ganz ernst gemeinten Pamphlet "What’s NOT Going to happen in 2011" sagen sie, was im nächsten Jahr NICHT passiert.

Mobile Marketing floppt

So etwa wird 2011 nicht zum Jahr für mobiles Marketing. Im Gegensatz zum Online-Marketing und zur traditionellen Werbung sind die Umsätze beim mobile Marketing nur ein winziges Stück aus dem gesamten Werbekuchen. Erst langfristig wird sich das Geschäft in diesem Bereich entwickeln.

Der Grund dafür ist relativ einfach. Zwar werden im nächsten Jahr die Verkaufszahlen für Smartphones und Tablets weiter steigen, sie ersetzen jedoch nicht den Internetzugang über stationäre PCs, sei es im Büro oder daheim. Insbesondere die komplexen Bedienoberflächen der Smartphones schrecken viele Durchschnittsanwender ab.

Spielekonsolen schlagen Cloud Gaming

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2011 soll außerdem Cloud Gaming der guten alten Spielkonsole das Sterbeglöckchen läuten. Nichts da, entgegnen die Marktforscher von Abi Research. Um Videospiele aus der Wolke werde zu viel Wind gemacht und Server-basierte Gaming-Services, wie etwa Onlive, zum Hype hoch geschrieben. Und das, obwohl - gemessen am Umsatz - ihre tatsächliche Bedeutung für die Videospiele-Branche gering ist.

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