SAP erweitert Arbeitnehmervertretung

Walldorfer heben europäischen Betriebsrat aus der Taufe

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Durch die europäische Arbeitnehmervertretung haben die SAP-Mitarbeiter den Anspruch, Entscheidungen des Unternehmens direkt zu erfahren.
Werner Brandt: "Die Vereinbarung wird den künftigen Erfolg mitbestimmen."
Werner Brandt: "Die Vereinbarung wird den künftigen Erfolg mitbestimmen."

Die Vereinbarung zur Gründung eines europäischen Betriebsrates (EBR) wurde bereits am 24. November in Walldorf unterzeichnet, die offizielle Bekanntgabe fand allerdings heute statt. Der EBR vertritt damit die Interessen der SAP-Mitarbeiter in 27 Ländern und tauscht sich einmal pro Jahr mit dem Management des Softwareunternehmens über mitarbeiterrelevante Themen aus.

"Diese Vereinbarung wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit in Europa aus und wird den künftigen Erfolg des Unternehmens mitbestimmen", kommentiert Werner Brandt, Finanzvorstand und kommissarischer Arbeitsdirektor bei SAP, das Ergebnis.

SAP stand 2006 in der Kritik, als sich das Unternehmen erst nach langem Zögern für die Gründung eines Betriebsrates entschied. Damals drohten drei Mitarbeiter, unterstützt von der IG-Metall, die Gründung der Arbeitnehmervertretung notfalls per Gerichtsurteil durchzusetzen. Die Walldorfer kamen dem zuvor und initiierten die Bildung des Betriebsrates in Deutschland.

Gemäß der Richtlinie über europäische Betriebsräte (2009/38/EG) haben die Arbeitnehmer in Europa den Anspruch, dass sie Unternehmensentscheidungen direkt erfahren. Dem EBR gehören zunächst nur Mitarbeiter aus Ländern der EU an.