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Wal-Mart verkauft PCs mit Suns Java Desktop System

31.03.2004

Sun Microsystems hat mit Wal-Mart weitere Unterstützung für sein Linux-basierendes Java Desktop System (JDS) gewonnen. Die Supermarktkette will in den USA Rechner mit vorinstalliertem JDS des Herstellers Microtel verkaufen. Die Sun-Verantwortlichen bieten mit JDS ein integriertes Softwarepaket an, das neben dem Linux-Betriebssystem den Mozilla-Browser, den Mail-Client "Ximian Evolution" sowie das Star-Office-Büropaket umfasst. Im Sortiment Wal-Marts werden verschiedene Rechner mit AMD- und Intel-Prozessoren stehen. Die Preise sollen je nach Ausstattung zwischen 300 und 700 Dollar betragen.

Der im kalifornischen Santa Clara beheimatete Server-Spezialist will seine Softwarestrategie rund um die Java-Systeme weiter ausbauen. So soll in kürze das JDS auch in einer Variante für das hauseigene Unix-Derivat Solaris auf den Markt kommen, kündigte Suns Softwarechef Jonathan Schwartz an. Außerdem soll die Softwareunterstützung für die speziell an die x86-Chiparchitektur angepasste Solaris-Variante verbessert werden. Mit Hilfe einer unter dem Projekt "Janus" entwickelten Software sollen Linux-Programme künftig auch unter Solaris laufen.

Schwartz zieht eine positive Bilanz für Suns Softwarestrategie. Bislang hätten etwa 100 Firmen mit über 150 000 Mitarbeitern die Suns Linux-Software geordert. Der Anbieter verlangt 50 Dollar pro Mitarbeiter für sein Programmpaket. Weitere 100 Firmen mit knapp 150 000 Angestellten hätten bereits Kaufbereitschaft signalisiert. Auch bei einer großen europäischen Bank, deren Namen Schwartz nicht nennen wollte, arbeiteten bereits 10 000 Mitarbeiter mit dem Linux-System. (ba)