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W3C will Forms in Form bringen

19.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das World Wide Web Consortium (W3C) ist zu dem Schluss gekommen, dass die bisher in Web-Formularen verwendete Technik nicht länger zeitgemäß ist. Es hat deshalb den Entwurf eines neuen Standards namens "Xforms" veröffentlicht. Dieser soll sicherstellen, dass neben PCs auch andere Internet-Zugangsgeräte mit Formularen umgehen können. Außerdem sollen Anwendungen und Datenbanken auf Basis der neuen (Meta-)Auszeichnungssprache XML (Extensible Markup Language) besser unterstützt werden.

Das in Xforms enthaltene Datenmodell soll unter anderem die Validierung der eingegebenen Informationen ermöglichen. Ein Designer kann dann beispielsweise festlegen, dass für die Eingabe einer Kreditkartennummer genau zwölf Stellen vorgesehen sind - keine mehr und keine weniger. Bislang mussten für solche Prüfungen aufwendige Skripts benutzt werden. Dave Raggett vom W3C hält das für einen echten Fortschritt: "Die bisherige Formular-Technik stammt aus den Anfangszeiten des Web", meint der HTML-Experte. "Sie war ein ziemlicher Kompromiss, sehr eingeschränkt und schwer nutzbar. Jetzt packen wir die Erfahrungen der letzten Jahre in das neue Konzept." Neben dem Validierungsmechanismus enthält der Xforms-Entwurf noch zwei weitere Neuheiten. Ein Layer steuert die Art und Weise, in der die Daten über das Internet transportiert werden, ein weiterer ist für die Gestaltung der Benutzerschnittstelle zuständig.