Web 2.0 im Büro

Vorsicht bei Kritik am Arbeitgeber!

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Immer mehr Internet-Nutzer sind in sozialen Netzwerken unterwegs, auch von ihrem PC im Büro aus. Das kann Folgen haben.

Eine Studie der Management-Beratung Accenture hat ergeben, dass 57 Prozent der 570 befragten Internet-Nutzer gerne Dinge über ihre eigene Person und Freunde im Web veröffentlichen. Und dies tun sie auch am Arbeitsplatz.

35 Prozent nutzen beispielsweise Social Networks am Arbeitsplatz. Bei fast jedem Zweiten (48 Prozent) geschehen diese Aktivitäten ohne das Wissen der zuständigen IT-Abteilung. Das kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben: Arbeitnehmern muss klar sein, dass ihre Äußerungen in Bezug auf ihren Arbeitgeber in Social Media nicht privat sind, sondern in aller Öffentlichkeit stattfinden: "Schließlich müssen auch Mitarbeiter, die ihr Unternehmen in einem Zeitungsartikel diffamieren oder unautorisierte Informationen publizieren, mit Konsequenzen rechnen", so die auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwältin Elisabeth Keller-Stoltenhoff.