Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 21

Vorschau auf Cinnamon 2.6

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Bei Linux Mint 17.1 Rebecca und LMDE 2 (Linux Mint Debian Edition) kann man ab sofort Cinnamon 2.6 installieren.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open Source und Linux in Kalenderwoche 21. Das finale Ausgabedatum für Ubuntu 15.10 steht fest. Fedora 22 wird sicher diese Woche erscheinen.

Für Syncthing gibt es nun ein offizielles Repository. openSUSE Tumbelweed setzt auf Plasma 5.3. Fehler im Linux-Kernel kann ext4-Dateisysteme beschädigen.

Cinnamon 2.6

Wer Linux Mint 17.1 Rebecca oder LMDE 2 (Linux Mint Debian Edition) betreibt, kann ab sofort eine instabile Testversion von Cinnamon 2.6 installieren. Die Entwickler weisen allerdings darauf hin, dass man noch am Bugfixing ist und Tester sollten mit Fehlern rechnen.

Interessierte können im Paketmanager und den Anwendungsquellen die Instabilen Pakete, auch Romeo genannt, aktivieren. Nach einem Auffrischen der Quellen steht Cinnamon 2.6 und relevanten Pakete zum Downloaden bereit.

Offizielle Veröffentlichungshinweise gibt es noch nicht. Die Entwickler sind neugierig, ob die Tester selbst Unterschiede feststellen. Optisch gefällt auf jeden Fall das neue Design bei den Einstellungen.

Ubuntu 15.10 Ausgabeplan und Börsengang

Die Entwickler der Linux-Distribution Ubuntu haben einen Ausgabeplan für Ubuntu 15.10 Wily Werewolf zur Verfügung gestellt. Die finale Version soll am 22. Oktober 2015 erscheinen.

Weiterhin denkt Gründer Mark Shuttleworth wohl über einen Börsengang nach. Das ist allerdings noch nicht in Stein gemeiselt und Shuttleworth will zunächst alle Optionen auf die Waage legen.

Fedora 22 am 26. Mai 2015

In einem sogenannten Go/No-Go Meeting haben die Entwickler und das Team der Qualitätssicherung beschlossen, dass Fedora 22 am Dienstag den 26. Mai 2015 das Licht der Welt erblicken kann.

Fedora 22 bringt einige interessante Neuerungen mit sich. Der Paketmanager DNF wird Yum ersetzen. Als Desktop-Umgebungen stehen unter anderem GNOME 3.16 und Plasma 5 zur Verfügung.

Syncthing mit offiziellem Repository

Syncthing ist o etwas wie ein Open-Source-BitTorrent-Sync. Mithilfe der Software kann man Order auf verschiedenen Rechnern synchronisieren. Dabei wird eine P2P-Technologie eingesetzt und ein zentraler Server wie bei ownCloud oder Seafile ist nicht notwendig.

Ab sofort gibt es ein offizielles Repository für Syncthing, das Anwender von Debian, Ubuntu und Linux Mint oder andere Debian-basierte Distributionen verwenden können. Somit kann man Syncthing auf diesen Systemen mit der normalen Wartungs-Routine aktuell halten.

openSUSE Tumbleweed mit Plasma 5

Tumbleweed ist die Rolling Distribution von openSUSE. Nun hat man eigenen Angaben zufolge den Umstieg auf Plasma 5 als Standard-Desktop vollzogen. Weiterhin setzt man auf KDE Applications 15.04.1.

Fehler im Linux-Kernel 4.0.x

Wer Linux-Kernel 4.0.2 oder höher im Einsatz hatte und gleichzeitig RAID mit dem Dateisystem ext4 betreibt, könnte Daten verloren haben. Einige Anwender haben sich über den Fehler beschwert, der dann auch gefunden wurde.

Die großen und als stabil deklarierten Distributionen von Debian, Red Hat, SUSE und Ubuntu hat das nicht betroffen. All diese Systeme setzen auf ältere Kernel mit Langzeitunterstützung. Es würden wohl die wenigsten erfahrenen Administratoren ein produktives System mit einem Kernel betreiben, der noch nicht so lange auf dem Markt ist.