Zunehmende Reife beim Risiko-Management

Vormacht von Office-Tools bröckelt

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Anwender von Risk-Management-Tools klagen schon lange über Mängel der technischen Infrastruktur und über Leistungsdefizite. Eine neue Studie attestiert den Anbietern nun ernsthafte Anstrengungen, ihre Produkte zu verbessern.

Die Risk Management Association (RMA) und das Beratungshaus BeOne beobachten eine erfreuliche Tendenz auf dem Markt für Risiko Management. Die angebotenen Lösungen gewinnen zusehends an Reife.

Foto: air/Pixelio

Zwar sind spezielle Risikomanagement-Software und selbst Software für Projektmanagement immer noch vergleichsweise selten bei Unternehmen zu finden. Doch sei die bisherige Dominanz von Office-Produkten, also vor allem Excel, auf diesem Anwendungsgebiet erstmals rückläufig, wie es in der Untersuchung heißt.

Insgesamt nutzen 34 Prozent der befragten Unternehmen Office-Produkte für ihr Risiko-Management. Spezielle Software für Risikomanagement (lokale Lösungen) findet sich in 12 Prozent der Firmen. Entsprechende unternehmensweite, also in die Prozesse integrierte Anwendungen sind laut RMA bei 17 Prozent der Unternehmen im Einsatz. Ferner versuchen 18 Prozent mit eigenen Lösungen ihr Glück, während bei immer noch 13 Prozent gar keine Softwareunterstützung für Risk Management vorhanden ist.

Für Dr. Roland Franz Erben, Vorstandsvorsitzender der RMA, München, ist die Situation beim IT-Einsatz dennoch insgesamt erfreulich: "Obwohl in vielen Bereichen weiterhin Nachholbedarf besteht, ist das Risikomanagement erwachsener geworden. Das zeigt sich in der Studie beispielsweise hinsichtlich der Gründe für dessen Einsatz, der Intensität der Beschäftigung mit Risiken oder auch der zunehmenden Verwendung spezifischer Risikomanagement-Informations-Systeme als Ersatz bisheriger Excel-basierter Lösungen."