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Vor ISIC 21 liegt eine "Herkules"-Aufgabe

03.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bundesministerium der Verteidigung wird sein IT-Mammutprojekt "Herkules" an das Konsortium ISIC 21 - dahinter verbergen sich CSC Ploenzke, EADS sowie Mobilcom - vergeben. Den Unternehmen der CSC-Ploenzke-Gruppe sei die Entscheidung bereits Mitte vergangener Woche mitgeteilt worden, berichtet unsere Schwesterpublikation "CIO". Oberstleutnant Michael Kötting, Sprecher des Ministeriums, bestätigte die prinzipielle Entscheidung. Das Verfahren solle "mit einigen noch ausstehenden Prüfungen" so schnell wie möglich abgeschlossen werden.

In die Röhre schaut demnach das konkurrierende Lager aus IBM, T-Systems und Siemens. Diesem war unterstellt worden, es versuche Mitbewerber mit unlauteren Mitteln aus dem Vergabeverfahren zu drängen. Das Ministerium hatte deswegen sogar den Bundesrechnungshof eingeschaltet, dessen entsprechender Bericht aber noch nicht vorliegt.

Im Rahmen von Herkules will das Verteidigungsministerium ihre gesamte IT- und TK-Infrastruktur für zunächst zehn Jahre in eine noch zu gründende Gesellschaft auslagern und daran selbst eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent übernehmen. Das Volumen des Projekts schätzen Experten auf rund sechs Milliarden Euro. Es wäre damit größtes Generalunternehmer- und Outsourcing-Projekt der Bundesregierung. (tc)