Vom SAP Dynpro zum Web Dynpro

17.03.2006
Von Clemens  Fischer und Jens  Krüger
Es gibt verschiedene Wege, klassische SAP-Anwendungen in den Browser zu bringen. Das aufwändigste, aber auch zukunftsorientierteste Konzept sind die Web Dynpros.

Das Design von User Interfaces (UI) hat wesentlichen Einfluss auf die Nutzbarkeit von Software. SAP stellt dafür den Desktop-Client "SAP GUI" und eine Reihe von Werkzeugen zur effizienten Entwicklung von komplexen Oberflächen zur Verfügung. Allerdings hat das Internet einen starken Trend zu Browser-basierenden UIs geschaffen und stellt damit solche proprietären Programme in Frage.

Hier lesen Sie …

  • worin sich Dynpros und Web Dynpros unterscheiden;

  • wie Anwender bestehende Dynpros in Web-Dynpro-Oberflächen überführen können und was sie dabei beherzigen sollten;

  • welche Rolle der Internet Transaction Server bei der Web-Integration spielt;

  • welche Tools die Migration unterstützen.

Web Dynpros sind Browser-basierende Applikations-Frontends. Die Technik gehört zur Integrations- und Ablaufumgebung Netweaver.
Web Dynpros sind Browser-basierende Applikations-Frontends. Die Technik gehört zur Integrations- und Ablaufumgebung Netweaver.

Im Rahmen der Enterprise Services Architecture (ESA) will die SAP in ihre Software auch Internet-Standards einbeziehen. Erste Ansätze sind die Plattform "Netweaver 2004" und ihr momentan im Ramp-up befindliches Release "2004s". Allerdings haben die meisten Standards einen Nachteil: Sie sind der kleinste gemeinsame Nenner. Im Gegensatz zum SAP GUI, das ein umfassendes UI für SAP-Transaktionen zur Verfügung stellt, wurden HTML und Browser für die Darstellung von Informationen entwickelt, nicht aber zur Abbildung komplexer Benutzeroberflächen.