Vom Geek-Tool zum Mainstream: Smartphone-Marktanteil steigt weiter

19.12.2006
Fast jeder fünfte Italiener nutzt ein Smartphone als Mobiltelefon, Europa liegt im Durchschnitt deutlich über den USA. Der Marktforscher Telephia erkennt darin einen Trend: schlaue Mobiltelefone manifestieren sich im Alltag; und sie laufen den Volkshandys möglicherweise bald den Rang ab.

Vor drei Jahren waren es exotische Geek-Geräte mit Funktionen, "die doch eh keiner braucht". Ihr Siegeszug dauert bis heute an: das geflügelte Wort "Smartphone" ist heute bei weitem nicht mehr so abgehoben wie zu Zeiten eines Treo 600, Nokia 6600 oder O2 XDA II. Wie die Marktforscher von Telephia herausgefunden haben, liegt die Marktdurchdringung von Telefonen mit erweiterbarem Betriebssystem (Windows, RIM, PalmOS, Symbian) in Europa deutlich über jener der USA. Mit weitem Abstand führend: Italien. Da das Land der schiefen Türme und unter Wasser stehenden Städte nur unzureichend mit Breitbandverkabelung ausgerüstet ist, nutzen viele Kunden dort ihr Smartphone als ortsunabhängige EMail- und Internetkommunikationsmaschine, 19,2 Prozent aller im Umlauf befindlichen Handys sind in Italien Smartphones.

Großbritannien bewegt sich mit 7,5 Prozent Penetration knapp unter dem europäischen Mittel, die Deutschen liegen mit 4,9 Prozent vor Schweden und Franzosen. In den USA liegt der Smartphone-Marktanteil mit 3,8 Prozent sogar noch niedriger.

Telephia begründet die kontinentalen Unterschiede mit der Verfügbarkeit von 3G-Funktechnologie. Das europäische UMTS-Netz ist über zwei Jahre länger erschlossen als sein amerikanisches Pendant EV-DO.

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