Erste Apps von Fring, iCall und Acrobits

VoIP via UMTS kommt aufs iPhone

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit der Veröffentlichung einer neuen Entwickler-SDK für das iPhone hat Apple seine Carrier-freundlichen Beschränkungen gelockert und erlaubt erstmals VoIP-Telefonate über UMTS.

Obwohl Apple schon im vergangenen Jahr angekündigt hatte, die Bestimmungen für Software-Entwickler zu ändern, konnten Besitzer eines iPhones (ohne Jailbreak) kostengünstige VoIP- oder Internet-Telefonate (Skype) bislang nur über eine WLAN-Verbindung führen.

Mit der Veröffentlichung einer neuen SDK hat sich die Situation nun schlagartig geändert. Der US-amerikanische VoIP-Anbieter iCall hat bereits auf die Lockerung reagiert und bietet eine aktualisierte, Voice-over-3G-fähige Version seiner gleichnamigen iPhone-Anwendung an. Den Kommentaren und Bewertungen aus dem App Store zufolge, soll der Dienst außerhalb der USA jedoch nicht (beziehungsweise nur unbefriedigend) funktionieren. Doch es gibt weitere Alternativen: Während ein Update von Skype oder Nimbuzz noch aussteht, hatte der VoIP- und IM-Dienst Fring die Funktion offenbar nur Server-seitig blockiert. Laut Blog-Eintrag können Fring-Nutzer ab sofort auch mit ihrer bestehenden Anwendung VoIP-Telefonate über das Mobilfunknetz führen, auch Videotelefonate sollen möglich sein. Vollzug meldet auch der tschechische SIP-Provider Acrobits für seine gleichnamige Anwendung.

Vor der Nutzung von VoIP via UMTS sollten sich Anwender jedoch in den Vertragsbedingungen darüber informieren, ob der Dienst offiziell von ihrem Provider freigegeben ist. Technisch sollte er jedoch funktionieren, selbst wenn die Funktion theoretisch blockiert werden kann.