Vodafone: ProfiFunk soll Walkie-Talkie ersetzen

06.11.2006
Vodafone bietet Unternehmen eine kostengünstige Alternative für Betriebsfunknetze an, die auf Basis des GSM-Standards funktioniert. Spezielle Handys ermöglichen dabei sowohl normales Telefonieren als auch die Walkie-Talkie-Funktion.

Vodafone hat für Unternehmen einen Service namens ProfiFunk gestartet. Innerhalb eines zwei Kilometer großen Radius können unbegrenzt viele Teilnehmer wie mit einem klassischen Funkgerät miteinander reden. Die Unternehmen bekommen damit nicht nur ein Mobiltelefon mit zwei Funktionen, sondern können sich auch die Errichtung eines Betriebsfunknetzes sparen.

Bei Vodafone-Profifunk kann jeder Teilnehmer innerhalb einer Gruppe einen Gruppenruf aufbauen, der von allen anderen Teilnehmern gleichzeitig empfangen wird. Die Rufannahme erfolgt dabei automatisch. Wird gerade ein normales Handytelefonat geführt, signalisiert das Handy den Eingang eines Gruppenrufes. Ebenso kann eine Leitstelle eingesetzt werden, die Gruppen zentral koordiniert. Diese muss nicht innerhalb des bei Vertragsabschluss definierten Radius liegen, die Funktion des Einsatzleiters kann über jedes beliebige Mobil- oder Festnetztelefon ausgeübt werden.

Vodafone sieht die Einsatzgebiete für das Angebot auf Baustellen, Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen. Auf Baustellen und Bahnhöfen mag das definierte Gebiet ausreichend sein, doch bei Häfen und Airports mit ihren hektargroßen Flächen dürfte das System nur begrenzt funktionieren.

Für den Vodafone-ProfiFunk benötigt man spezielle Handys, die neben dem normalen GSM auch den GSM Advanced Speech Call Item Standard (ASCI) beherrschen. Vodafone bietet zwei Geräte von Sagem für die Nutzung des Dienstes an. Das Sagem TiGR 155G ist ein preisgünstiges Einsteigergerät für das Büro sowie das industrietaugliche mit Staub- und Spritzwasserschutz.

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