Vodafone plant HSPA+ mit 28,8 MBit/s

12.02.2008
Vodafone arbeitet zusammen mit Partnern aus der Netztechnik- und Chip-Branche an der Entwicklung von HSPA+. Der neue Übertragungsstandard soll eine Bandbreite von bis zu 28,8 MBit/s ermöglichen, mit HSDPA sind maximal 14,4 MBit/s möglich.

Die mobile Datenübertragung ist ein Schlüsselthema der Handy-Industrie. Durch höhere Datenraten können Hersteller und Betreiber neue Dienste in ihre Endgeräte implementieren und den Funktionsumfang ausbauen. Spätestens mit der Ausweitung des Web 2.0 vom Rechner aufs Handy werden Forderungen der Kunden nach schnelleren Datenleitungen laut. Damit haben Google und Facebook das haben geschafft, was MobileTV und Videotelefonie lange Zeit erfolglos versuchten: Die Datenumsätze der Netzbetreiber segnifikant steigern.

Im Zuge dieser Entwicklung hat Vodafone die ersten Testversuche für den neuen Übertragungsstandard HSPA+ (HSPA Evolution) angekündigt. In Kooperation mit Ericsson, Huawei und Qualcomm soll die Bandbreite auf 28,8 MBit/s gesteigert werden, mit HSDPA sind theoretisch maximal 14,4 MBit/s möglich. Hierzulande surfen Mobilfunknutzer in den Netzen von T-Mobile und Vodafone in vielen Regionen sogar nur mit 3,6 MBit/s, der Ausbau von HSDPA findet schrittweise statt.

HSPA+ basiert auf der Nutzung mehrerer Antennen in Basisstation und Handy (Multiple Input Multiple Output) sowie der Modulationstechnik 64-QAM HSDPA. Um die Entwicklung nutzen zu können, bedarf es allerdings neuer Endgeräte, die sich auf den Standard 3GPP Release 7 verstehen. Wann die neue Funkstandard für den Massenmarkt zur Verfügung steht, teilt Vodafone nicht mit.

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