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Vodafone öffnet seinen Instant-Messaging-Dienst

30.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vodafone hat angekündigt, das Nutzer seines Handy-basierenden Instant-Messaging-Dienstes künftig auch mit Nutzern des "MSN Messenger" am PC oder Mac kommunizieren können. Der Deal ist nicht exklusiv und hindert den Netzbetreiber nicht, ähnliche Partnerschaften auch mit anderen Branchengrößen wie AOL (ICQ, AIM) oder Yahoo einzugehen. Er verdeutlicht aber die Notwendigkeit für die Mobilfunk-Carrier, sich mit großen Marken aus der Web-Welt zu verbünden (siehe "T-Mobile startet freies mobiles Internet"). Bislang war Vodafones Service nämlich nur auf wenig Interesse gestoßen.

Sowohl MSN als auch Vodafone wollen ihren Kunden Paketpreise für den Austausch von Instant Messages untereinander anbieten. Diese sollen bei größeren Mengen auch billiger sein als SMS-Kurznachrichten. Ein Wegbrechen der SMS-Umsätze befürchtet Vodafone dabei nicht. "Wir glauben, dass wir hier aus ein und eins drei machen können", kommentierte MSN-Sprecher Brian Arbogast. Aufgrund der Kosten und der kleinen Handy-Tastaturen erwarten die Partner ohnehin nicht wirklich, dass Handynutzer sich künftig auf längere Instant-Messaging-Unterhaltungen einlassen. (tc)