Breitband-Mobilfunk

Vodafone nimmt LTE in Betrieb

01.12.2010
Breitband-Internet ist seit Mittwoch auch in den ersten der bisher DSL-freien ländlichen Regionen Deutschlands verfügbar.
Zum LTE-Start gibt es bei Vodafone erst einmal nur Pakete mit Surfsticks.
Zum LTE-Start gibt es bei Vodafone erst einmal nur Pakete mit Surfsticks.
Foto: Vodafone

Gut sechs Monate nach der Versteigerung der Frequenzen hat Vodafone sein neues LTE-Mobilfunknetz für Kunden in Betrieb genommen und den Verkauf der notwendigen Technik gestartet - vorerst aber nicht flächendeckend. Zehn Sende- und Empfangsstationen sollten mit dem offiziellen Startschuss ans Netz gehen und damit zunächst rund 40 DSL-freie Orte, sogenannte "weiße Flecken", vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands erreichen, sagte Vodafones LTE-Chef Zoltan Bickel der Nachrichtenagentur dpa. Seit Mittwoch sind laut Vodafone auch die passenden Internet-Sticks zum einstöpseln in den Computer verfügbar.

Bis Ende Dezember will das Unternehmen mehrere hundert Antennen umrüsten, spätestens Ende März sollen es etwa 1500 sein. Am Ende des kommenden Jahres werde dann ganz Deutschland den wesentlich schnelleren Nachfolger des Mobilfunkstandards UMTS nutzen können, hieß es. Vodafone ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter, der das Netz für Kunden freischaltet. Der symbolische Knopfdruck fand am Mittwoch im sächsischen Rammenau statt, wo gleichzeitig eine für LTE umgerüstete Antennenanlage in Betrieb genommen wurde. Andere Anbieter bauen derzeit ebenfalls ein LTE-Netz für Breitband-Internet auf.

"Mehr als 50.000 Interessenten haben sich vorab gemeldet", sagte Bickel. Man habe daher ein recht gutes Bild, wo das mobile Internet am dringendsten gebraucht werde. Über die vierte Mobilfunk-Generation LTE sind theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten aus dem Netz möglich. Rund 40 Euro müssen Vodafone-Kunden für den günstigsten Tarif zahlen, 70 Euro kostet das Premium-Paket. In allen Fällen werden Flatrates angeboten.

LTE nutzt im Vergleich zu UMTS niedrigere Frequenzbereiche und kann daher größere Flächen abdecken. Zudem sind die Übertragungsraten höher. Damit kommen künftig auch solche Orte in den Genuss von Breitband-Internet, in denen sich ein DSL-Netz nicht lohnt. Die Mobilfunk-Branche setzt auf LTE als UMTS-Nachfolger. (dpa/tc)