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Vodafone lässt Auftragsvergabe durch Bundesinnenministerium prüfen

20.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Mobilfunkanbieter Vodafone lässt nach Informationen der "Wirtschaftswoche" die Auftragsvergabe zur Digitalisierung des Polizeifunks juristisch überprüfen. Das Unternehmen habe die Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt eingeschaltet, berichtete die Online-Ausgabe des Magazins am Freitag. Eine Sprecherin bestätigte auf Anfrage, dass ein Nachprüfungsverfahren eingeleitet worden ist. Über die Identität des Antragstellers wollte sie indes nichts sagen.

Nach Darstellung der Sprecherin ist für den 4. Juli eine mündliche Verhandlung angesetzt. Die Fünf-Wochen-Frist für eine Entscheidung laufe Mitte Juli ab.

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, wendet sich Vodafone dagegen, dass das Bundesinnenministerium den Netzbetrieb ohne eine Ausschreibung an die Deutsche-Bahn-Tochter DB-Telematik vergeben wolle. Ein Vodafone-Sprecher habe den Vorstoß beim Bundeskartellamt bestätigt. Ursprünglich sollten sowohl die Beschaffung der Funktechnik als auch der Auftrag für den Netzbetrieb ausgeschrieben werden.

Durch den Streit verzögert sich laut "Wirtschaftswoche" der Start des voraussichtlich drei bis vier Milliarden Euro teuren Projektes. Ursprünglich sollten am Dienstag nächster Woche die Bewerber benannt werden, die in die Endrunde um die Ausschreibung der Funktechnik kommen. (dpa/tc)