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Vodafone bietet für Anteile an Japan Telecom

21.09.2001
Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone will seinen Anteil an dem japanischen Carrier um 21,7 auf 66,7 Prozent aufzustocken. Dabei sollen mindestens zehn Prozent vom Anteilseigner East Japan Railway erworben werden.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berichte wonach der Mobilfunkanbieter Vodafone die Mehrheit an Japan Telecom erwerben will (Computerwoche online berichtete), haben sich bestätigt. Die Briten planen ihren Anteil an dem japanischen Carrier um 21,7 auf 66,7 Prozent aufzustocken. Dabei sollen mindestens zehn Prozent vom Anteilseigner East Japan Railway erworben werden. Unternehmensangaben zufolge liegt der Kaufpreis für das Gesamtpaket von 700.000 Aktien bei 2,64 Milliarden Dollar. Nach Angaben von Vodafone-Chef Chris Gent werden sich nach einem erfolgreichen Abschluss der Übernahme die Anteile des Konzerns an der Japan-Telecom-Mobilfunktochter J-Phone Communications auf fast 70 Prozent erhöhen. Damit würde Vodafone in direkte Konkurrenz zu dem Mobilfunkunternehmen NTT DoCoMo treten. Das Kaufangebot läuft am 11. Oktober 2001

aus.

Wie weiter bekannt wurde, will Vodafone mit dem Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) in Japan und Europa planmäßig im Juni 2002 an den Start gehen. Konzernchef Chris Gent rechnet jedoch damit, dass es bis zum Jahr 2003 dauern wird, bis die Dienste von den Kunden in größerem Umfang angenommen werden. Die Einführung der neuen Mobilfunktechnik GPRS (General Packet Radio Service) plant Vodafone noch in diesem Jahr. Gent zufolge wird die Technik in den kommenden drei Jahren als Standard dominieren. "Die meisten Kunden werden wohl erst wenn das Netz und die Dienste voll ausgebaut sind ihr neu erworbenes GPRS-Endgerät durch ein 3G-taugliches ersetzen", so der Vodafone-Chef.