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Vodafone baut um

27.03.2006
Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkanbieter plant, überflüssig gewordene Techniker anderweitig einzusetzen.

Nachdem der Ausbau des UMTS-Netzes weitgehend abgeschlossen ist, sucht Vodafone D2 für einen Teil seiner 1500 Netzplaner und -bauer eine neue Beschäftigung. Der Mobilfunkanbieter arbeite zusammen mit Betriebsräten und Gewerkschaft daran, dass alle Betroffenen durch Umschulung oder Weiterbildung eine andere Tätigkeit im Unternehmen antreten können, erklärte Pressesprecher Jens Kürten auf Anfrage der "Computerwoche". Die in einer "Focus"-Meldung genannten Zahlen, wonach 300 bis 400 überzählige Techniker umgeschult werden und weitere hundert Stellen durch natürliche Fluktuation oder freiwillige Abfindungen wegfallen sollen, bezeichnete Kürten als voreilig. "Es gibt noch keine Zahlen, da der Prozess gerade erst begonnen hat."

Bereits seit einigen Tagen kursieren Gerüchte über geplante Sparmaßnahmen bei dem T-Mobile-Rivalen (siehe auch: "Vodafone plant Sparprogramm"). Vodafone hat wie seine Wettbewerber mit dem verschärften Marktumfeld in Deutschland zu kämpfen. Durch den Eintritt von Billiganbietern wie Simyo sind die Preise für Handy-Gespräche im vergangenen Jahr um rund elf Prozent gefallen. Die Entwicklung hinterließ Spuren in der Bilanz für 2005: Der monatliche Umsatz pro Kunden von Vodafone D2 sank innerhalb eines Jahres um fast zehn Prozent. Zudem stieg die Wechselrate auf 21,2 Prozent an. Jeder Fünfte der insgesamt 29,2 Millionen Vodafone-Kunden wechselt innerhalb eines Jahres zur Konkurrenz. (mb)