Virtualisierung

VMware wächst nur über dem Strich

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VMware, die Virtualisierungstochter von EMC, hat gestern ihre Zahlen zum vierten Quartal und Geschäftsjahr 2009 vorgelegt.

VMware meldete für das Q4 Einnahmen von 608 Millionen Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit. Im Gesamtjahr stiegen die Erlöse um acht Prozent auf zwei Milliarden Dollar. Die Anwender kauften mithin die Virtualisierungslösungen auch in Krisenzeiten gedeckelter Budgets, weil sie damit durch bessere Auslastung vorhandener Systeme selbst Einsparungen erzielen können.

Der Nettogewinn im Schlussquartal ging allerdings im Jahresvergleich von 111 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Aktie auf 56 Millionen Dollar oder 14 Cent je Anteilschein zurück. Für das gesamte Geschäftsjahr summiert sich der Reingewinn auf 197 Millionen Dollar oder 49 Cent pro Aktie nach 290 Millionen Dollar oder 73 Cent je Anteilschein im Fiskaljahr 2008.

VMware schloss das Geschäftsjahr 2009 zum 31. Dezember mit Barmitteln von 2,4 Milliarden Dollar (plus 35 Prozent seit Jahresbeginn) und Deferred Revenue von 1,3 Milliarden Dollar (sogar plus 52 Prozent) ab.

Finanzchef Mark Peek stellte für das laufende erste Quartal Einnahmen von 580 bis 600 Millionen Dollar in Aussicht, das wäre ein Plus von 23 bis 28 Prozent gegenüber der Vorjahreszeit. Im Gesamtjahr 2010 sollen die Erlöse nach Einschätzung des CFO um 21 bis 26 Prozent gegenüber 2009 auf 2,45 bis 2,55 Milliarden Dollar steigen.