Windows-8-Unterstützung

VMware veröffentlicht Workstation 9 und Fusion 5

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Email:
Connect:
EMCs Virtualsierungstochter VMware hat die neuen Version seiner Desktop-Produkte "Workstation" (Windows, Linux) und "Fusion" (Mac) mit Unterstützung für Windows 8 veröffentlicht.
Workstation 9 macht VMs via Webview mobil auf iPad und Co.
Workstation 9 macht VMs via Webview mobil auf iPad und Co.
Foto: VMware

Die neue Version 9 von VMware Workstation hat ein neues "Easy-Install"-Feature, das das Erzeugen von Virtuellen Maschinen für Windows 8 erleichtern soll, die gleichzeitig mit einer Reihe von Legacy-Betriebssystemen laufen können. Der sogenannte Unity Mode funktioniert nun intelligent mit Windows-8-Applikationen; außerdem wird Multi-touch-Eingabe unterstützt.

Weitere Neuerungen in VMware Workstation 9 sind nach Angaben des Herstellers

  • Leistungsfähigere Virtuelle Maschinen: Schnellerer Startvorgang, USB-3.0-Unterstützung für Virtuelle Maschinen mit Windows 8, Kompatibilität mit "Ivy-Bridge"-Prozessoren von Intel, leistungsfähigere Virtualisierungs-Extensions, virtuelle Leistungszähler, Unterstützung für OpenGL 2.1 auf Linux sowie verbesserte 3D-Grafikleistung.

  • Verbesserte Mobilität: Neues Webinterface für den Zugriff auf Virtuelle Maschinen in Workstation oder vSphere von Smartphones, Tablet oder PCs aus, das eine native Desktop-Erfahrung bieten soll und dabei ohne Flash oder andere Browser-Plug-ins auskommt.

  • Eingeschränkte Virtuelle Maschinen: Admins oder Dozenten können virtuelle Maschinen so anlegen, dass Nutzer damit keine Dateien zwischen VM und physischem Desktop kopieren, keine Peripherie einbinden und keine Einstellungen verändern können; solche Virtuelle Maschinen lassen sich dann verschlüsseln und auf Macs, Windows- oder Linux-PCs mit Workstation 9, Fusion 5 oder VMware Player 5 fahren.

VMware Workstation 9 kostet 249 Dollar, ein Upgrade von den Vorversionen 7 und 8 ist für 119 Dollar erhältlich.

Fusion 5 mit Windows-Programmen in "Unity"-Darstellung
Fusion 5 mit Windows-Programmen in "Unity"-Darstellung
Foto: VMware

Der Mac-Virtualisierungslösung Fusion 5 haben die VMware-Entwickler nach eigenen Angaben 70 neue Features gegenüber der Vorversion spendiert. Neben Windows gehört dazu natürlich auch die Unterstützung für das aktuelle Apple-System OS X 10.8 "Mountain Lion", bei dem man nun Windows-Programme im Launchpad suchen, Windows-Programme via "AirPlay Mirroring" auf einen HD-Fernseher streamen und Benachrichtigungen von Windows-Applikationen im Notification Center lesen kann.

Des Weiteren unterstützt Fusion 5 das Retina-Display beim neuesten MacBook Pro, USB-3.0-Anschlüsse und Apple-Rechner mit besonders viel Arbeitsspeicher. Außerdem wurde die Bibliothek Virtueller Maschinen überarbeitet. Sie bietet nun nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Betriebssystemen, Ein-Klick-Snapshots und einen neuen Grafiktreiber für 3D-Linux-Desktops. Insgesamt soll Fusion 5 rund 40 Prozent schneller als die Vorversion laufen sowie bessere Stromsparfunktionen und schnellere 3D-Grafik bieten.

Erstmals verkauft VMware Fusion auch in einer "Professional"-Variante mit Zusatzfunktionen für unter anderem den Einsatz in Unternehmen. Dazu zählen Unterstützung für das Erzeugen der bereits bei Workstation 9 erwähnten Restricted Virtual Machines, eine kommerzielle Lizenz für VMware Player 5 und Zugriff auf exklusive Online-Support-Ressourcen. VMware Fusion 5 und Fusion 5 Professional kosten knapp 50 und 100 Dollar. Ein Upgrade von Fusion 5 Professional von Fusion 3 und 4 schlägt ebenso wie das Crossgrade vom Konkurrenzprodukt Parallels Desktop (dessen neue Version 8 für den 4. September angekündigt ist) mit 50 Dollar zu Buche.