VDI

VMware vereinfacht Desktop-Virtualisierung mit Horizon 6

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
VMware überarbeitet mit Horizon 6 sein End-User-Computing-Portfolio für Desktop-Virtualisierung. Neu sind Unified Workspace, Storage-Optimierung mit VMware Virtual SAN sowie zentrales Management und Hybrid Cloud. Was VMware Horizon 6 darüber hinaus noch anbietet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

VMware hat mit Horizon 6 sein Angebot an Desktop-Virtualisierungs-Lösungen auf einer einzigen Plattform gebündelt. Diese stellt jetzt sowohl Anwendungen als auch virtuelle Desktops zentral zur Verfügung. Die Lösung bedient sich dabei eines zentralen Managements, das unterschiedliche Unternehmensanwendungen und die entsprechende physische oder virtualisierte Hardware wie Desktops, Laptops, PCs, Tablets oder Smartphones steuert und verwaltet. Mit der neuen Horizon-6-Lösung will VMware den Unternehmen eine einfache, sichere und kosteneffiziente sowie integrierte Lösung offerieren, die eine zentrale Verfügbarkeit von Anwendungen, optimierte Storage-Funktionen sowie ein zentral gesteuertes Device-Management inklusive hybrider Bereitstellungsoptionen beinhaltet.

Die neuen Funktionen von VMware Horizon 6 im Überblick

In VMware Horizon 6 hat VMware ein umfangreiches Feature-Set an neuen Funktionen integriert. Im Einzelnen:

Der in VMware Horizon 6 integrierte Unified Workspace ermöglicht es Usern, über eine zentrale Instanz auf alle Anwendungen und Desktops zuzugreifen. Der Unified Workspace stellt dabei virtualisierte Applikationen zur Verfügung, die in einem Rechenzentrum oder auf einem lokalen Gerät gehostet werden. Darüber hinaus hat der Anwender Zugriff auf Web- und SaaS-Applikationen, RDS-hosted-Programme und Applikationen auf Systemen von Drittanbietern wie Citrix XenApp mit Single-Sign-On-Funktionalität.

VMware Horizon 6 stellt eine zentrale Plattform für Applikationen und virtuelle Desktops parat. Sie ist eine Erweiterung der VDI-Lösung VMware Horizon View und offeriert ein einheitliches Management, Endanwender-Berechtigung und schnelles Deployment von Windows-Software, Remote Desktop Services (RDS) auf Desktops und virtuellen Desktops über verschiedene Devices und Standorte hinweg.

Die neue VMware-Lösung hat der Hersteller mit einem neuen Client bestückt. Dieser ist in der Lage, virtuelle Desktops und Applikationen über eine On-Premise-Cloud, eine Service-Provider-Partner-Cloud oder über VMware vCloud Hybrid Service zu verbinden. Damit ist es möglich, unternehmenseigene Hybrid-Cloud- und Public-Cloud-basierte Infrastruktur miteinander abzugleichen.

Der Hersteller hat Horizon 6 für das Software-defined Data Center (SDD) optimiert. Auf Basis dieser Technologie bietet die Lösung ein integriertes Management mit VMware Virtual SAN, das die Storage-Kosten für virtuelle Desktops durch den Support lokaler Datenspeicherung für virtuelle Desktops verringern soll.

VMware integriert in Horizon 6 ein zentralisiertes Image-Management für virtuelle, physische Rechner in einem einzigen System. Damit können IT-Verantwortliche jetzt VMware Mirage nutzen, um einen Desktop mit dem jeweils erforderlichen Betriebssystem und Anwendungen zu bestücken. Dieses Image kann dann anderen Anwendern in verschiedenen Abteilungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Horizon-6-Lösung bietet neue Optionen für End-to-End-Visualisierung und Automatisierung von Systemprozessen zwischen Rechenzentrum und dem entsprechenden Clients. So umfasst das neue VMware vCenter Operations for View in einer einzigen Konsole Zustands- und Risiko-Monitoring und proaktives Endanwender-Monitoring sowie eine Diagnose der Prozesse zwischen Rechenzentrum und Client. Darüber hinaus unterstützt Horizon 6 Automatisierung und Self-Service.

VMware Horizon 6 gibt es in drei Versionen

Die neue Desktop-Computing-Lösung Horizon 6 bietet VMware in drei unterschiedlichen Versionen an. Damit können Unternehmen eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Edition auswählen. So beinhaltet VMware Horizon View Standard eine einfache VDI-Lösung, mit der IT-Verantwortliche eine einheitliche IT-Infrastruktur auf Basis virtueller Desktops aufbauen und managen können. Mit VMware Horizon Advanced können nicht nur virtualisierte Desktops dem Anwender zur Verfügung gestellt werden, sondern ebenfalls virtualisierte Anwendungen. Als zentrale Bestandteile dieser Offerte zählen ein optimiertes Storage mit VMware Virtual SAN sowie ein Unified Workspace, das die Bereitstellung und die Verwaltung der Hard- und Software steuert. Als eine Cloud-ready-Lösung bezeichnet VMware die Horizon Enterprise Edition. Sie enthält eine spezielle Cloud-Automatisierung inklusive Managementfunktion, um eine Hybrid-Cloud mit angebundenen virtuellen Desktops und virtualisierten Applikationen zu betreiben.

Die Verfügbarkeit von VMware Horizon 6 datiert der Hersteller auf Q2 2014. Der Preis pro Nutzer oder per Concurrent-Anwender beginnt bei 250 US-Dollar und kann je nach gewünschten Zusatzfunktionen höher liegen. (hal)