VMforce

VMware und Salesforce.com planen Java-Cloud

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Mit der gemeinsamen Entwicklung "VMforce" wollen VMware und Salesforce.com Enterprise-Java den Weg in die Cloud bahnen.

VMforce kombiniert Java mit dem Java-Framework Spring (VMware hatte Springsource vor einiger Zeit übernommen - nun wissen wir endgültig warum, Anm. d. Red.) und der Cloud-Plattform Force.com von Salesforce.

Als Server für die VMforce-Applikationen kommt die "tc Server Runtime" zum Einsatz, eine Unternehmensversion von Apache Tomcat. Force.com stellt die relationale Datenbank, verschiedene Dienste (unter anderem Suche, Identität und Security, Workflow, Reporting und Analytik, API zur Integration von Web-Services, mobiler Einsatz) sowie die "Chatter Services" (Profile, Status-Updates, Grupen, Feeds, Dokumenten-Sharing, Chatter-API) für "Web-2.0"-Applikationen bereit. Verwaltet wird die mit "vSphere" virtualisierte Infrastruktur mittels "vCloud".

Die VMforce soll Java-Entwicklern die gleiche Architektur wie die "Private Cloud" on premise bieten.
Die VMforce soll Java-Entwicklern die gleiche Architektur wie die "Private Cloud" on premise bieten.

"Jetzt können Enterprise-Java-Entwickler leistungsstarke und innovative 'Cloud-2'-Apps schaffen", verspricht Salesforce.com-Chef Marc Benioff. Sein VMware-Pendant Paul Maritz ergänzt: "Kunden können so die bestehenden internen Investitionen mit der Flexibilität und den Ressourcen der Cloud verbinden." Anwender sollen unter anderem von der automatischen Skalierung durch VMforce profitieren und sich keine Gedanken mehr über die Skalierung von App-Servern, Datenbanken oder Infrastruktur an wechselnde Leistungsanforderungen mehr machen müssen.

Weiterführende Informationen zu VMforce und "Open PaaS" finden Interessierte in zwei Blogposts bei VMware sowie bei Salesforce.

VMforce wird heute angekündigt und soll "noch 2010", also vermutlich gegen Ende des Jahres, als Developer Preview verfügbar sein. Dann werden auch die Preise bekanntgegeben.