Virtualisierungs-Boom

VMware profitiert von der Wirtschaftskrise

27.01.2009
Die EMC-Tochter VMware hat im vierten Quartal 25 Prozent mehr Umsatz gemacht, im Gesamtjahr 2008 waren es sogar 42 Prozent.
VMware-Chef Paul Maritz
VMware-Chef Paul Maritz

Die Virtualisierungslösungen von VMware liegen im Trend, weil sie der Kundschaft dabei helfen, Kosten zu sparen. "VMware hat ein solides viertes Quartal als Abschluss eines erfolgreichen Geschäftsjahres abgeliefert. Wir haben in einem wirtschaftlichen schwierigen Umfeld gut abgeschnitten", freut sich CEO Paul Maritz.

Im Q4 setzte VMware 515 Millionen Dollar um. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 111 Millionen Dollar oder 29 Cent pro verwässerter Aktie im Vergleich zu 78 Millionen Dollar oder 19 Cent je Anteilschein in der Vorjahreszeit.

Für das gesamte Fiskaljahr ergeben sich damit Einnahmen in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar. Dabei steigen die Lizenzerlöse im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar und der Serviceumsatz um 67 Prozent auf 703 Millionen Dollar. 48 Prozent der Einnahmen des Jahres 2008 erzielte VMware außerhalb der USA. Der Reingewinn für 2008 beträgt 290 Millionen Dollar oder 73 Cent pro Aktie im Vergleich zu 218 Millionen Dollar oder 61 Cent je Anteilschein im Vorjahr.

Die Barmittel von VMware beliefen sich zu Ende Dezember 2008 auf über 1,8 Milliarden Dollar, den Deferred Revenue beziffert die Firma mit 870 Millionen Dollar. Das entspricht Zuwächsen von 50 und 57 Prozent seit Beginn des Jahres.

Für das begonnene Geschäftsjahr 2009 gab VMware aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation keine Prognose ab. Für das erste Fiskalquartal erwartet die EMC-Tochter Erlöse von etwa 475 Millionen Dollar.