Virtualisierung

VMware macht 29 Prozent mehr Gewinn

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VMware profitierte im dritten Quartal von der trotz der Finanzkrise anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Lösungen zur Virtualisierung von Computern.

Die gebeutelte Aktie von VMware legte im nachbörslichen Handel um mehr als 20 Prozent zu. Die EMC-Tochter hatte zuvor einen Nettogewinn von 83,3 Millionen Dollar oder 21 Cent pro Aktie ausgewiesen nach 64,7 Millionen Dollar oder 18 Cent im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der Quartalsumsatz stieg um 32 Prozent auf 472 Millionen Dollar und übertraf damit VMwares eigene Prognose von 462 bis 468 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr erwartet der Virtualisierungsspezialist ein Umsatzplus am unteren Ende der bisherigen Forecast-Spanne von 42 bis 45 Prozent. Die Nachfrage sei angesichts der Finanzkrise "besonders schwer zu prognostizieren", hieß es, weswegen VMware keine spezifischere Prognose für das Q4 abgab.

VMware war der erste namhafte Anbieter von Software zur Virtualisierung von Computern. Solche Technik ("Hypervisor") ist inzwischen allerdings Commodity und wird unter anderem auch von Microsoft, Citrix Systems oder Sun Microsystems mehr oder weniger kostenlos angeboten. VMware verlegt sich daher zunehmend auf höherwertige Lösungen zu Verwaltung virtualisierter Computing-Ressourcen.

Seit drei Monaten steht VMware unter der neuen Leitung des früheren Microsoft-Managers Paul Maritz, nachdem der Verwaltungsrat die Gründerin und langjährige Firmenchefin Diane Green gefeuert hatte. Maritz tritt zurzeit auf die Kostenbremse - unter anderem mit einem Einstellungsstopp - und will VMware in verschiedene Sparten aufteilen, die sich um unterschiedliche Bereiche der Produktentwicklung kümmern sollen.