Mac-Virtualisierungslösung

VMware Fusion ist bereit für Mavericks und Windows 8.1

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Nach Parallels hat nun auch VMware seine Mac-Virtualisierungslösung "Fusion" an die kommenden neuen Systemversionen von Apple und Microsoft angepasst.

In VMware Fusion 6 haben die Entwickler nach Angaben des Herstellers 50 neue Features eingebaut. Die Software unterstützt das kommende OS X Mavericks (10.9), dessen Features wie etwa die verbesserten Diktierfunktionen sich dann auch im virtuellen Windows verwenden lassen. Store-Anwendungen von Windows 8.1 lassen sich neben Mac-Anwendungen nutzen, aus dem Launchpad oder Anwendungs-Ordner heraus starten oder im Unity-Modus im Dock ablegen.

VMware Fusion 6 ist vorbereitet für OS X Mavericks und Windows 8.1.
VMware Fusion 6 ist vorbereitet für OS X Mavericks und Windows 8.1.
Foto: VMware

Fusion 6 nutzt die neuen Möglichkeiten von Intels aktuellen "Haswell"-Prozessoren, um virtuelle Maschinen akkuschonender und trotzdem mit mehr Leistung zu betreiben. Die VMs unterstützen bis 16 virtuelle CPUs, 8 Terabyte virtuellen Plattenplatz sowie 64 Gigabyte Arbeitsspeicher, was auch für anspruchsvollste Windows-Programme ausreichen sollte. Last, but not least wurde die Benutzeroberfläche und die Assistenten für die Windows-Installation und die Migration eines PCs in eine virtuelle Maschine verbessert.

Wie schon in Version 5 bietet VMware Fusion 6 auch in einer "Professional"-Variante an, die sich speziell an Nutzer in Unternehmen richtet. VMware Fusion 6 Professional ermöglicht unter anderem das Erstellen von eingeschränkten virtuellen Maschinen (diese lassen sich mit dem VMware Player 6 Plus auch auf Windows und Linux "abspielen") mit restriktiven Benutzereinstellungen, virtuelle Maschinen mit Zeit- und Datumsbeschränkungen - etwa für Zugriff von Auftragnehmern oder Software-Demos - und bietet einen Single Virtual Machine Modus, bei dem Nutzer keine neuen virtuellen Maschinen anlegen oder nicht auf spezifische Anwendungsfunktionen zugreifen können. Über "Linked Clones" können Nutzer speichersparend mehrere Kopien einer virtuellen Maschine erzeugen, ohne dabei die kompletten Inhalte der Original-Disk zu duplizieren.

VMware Fusion 6 ist ab sofort als Download und im Fachhandel erhältlich. Die normale Version kostet knapp 60, die Professional-Ausführung knapp 130 Dollar (120 Euro). Besitzer der Vorversionen 4 oder 5 können für rund 50 beziehungsweise 70 Dollar upgraden. Vor dem Kauf kann man VMware Fusion kostenlos ausprobieren.