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Vivendi: Schaden im PTC-Streit mit Deutscher Telekom bei 2,2 Milliarden Euro

04.01.2006
Vor der Gerichtsentscheidung im jahrelangen Streit zwischen der Deutschen Telekom und Vivendi um die Mehrheit beim polnischen Mobilfunkbetreiber PTC haben die Franzosen ihren Schaden auf rund 2,2 Milliarden Euro beziffert.

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens seien vor einem Pariser Gericht rechtliche Schritte gegen die Deutsche Telekom eingeleitet worden, teilte Vivendi am Dienstag mit. Es wird erwartet, dass ein Gericht in Warschau heute entscheidet, ob die Telekom einen Zugriff auf weitere 48 Prozent an dem größten Mobilfunkanbieter des Landes erhalten wird. An der PTC hält der Bonner Telekommunikationskonzern bereits rund 49 Prozent der Anteile und möchte die Mehrheit übernehmen. Bislang hat der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi diese Pläne blockiert. In dem Streit geht es um die Frage, ob die fraglichen 48 Prozent dem Telekom-Partner Elektrim oder der Holding ET zustehen, die von Vivendi kontrolliert wird.

Ein Wiener Schiedsgericht hatte 2004 den Anteil Elektrim zugeschlagen, das Registergericht trug aber ET als Eigentümer ein. Mit dem Urteil wird endgültig Klarheit über die Eigentümerstrukturen bei PTC geschaffen. Für das Anteilspaket hatte das Bonner Unternehmen 2004 bereits einen Preis von 1,1 Milliarden Euro geboten, war damit aber nicht erfolgreich. (dpa/tc)