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Vivendi erholt sich

18.11.2005
Der französische Mischkonzern profitiert vom starken TK- und Musikgeschäft.

Wie Vivendi Universal bekannt gab, kletterte der um Sondereffekte bereinigte operative Profit im dritten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 884 Millionen auf eine Milliarde Euro. Netto verbuchte der TK- und Medienkonzern dagegen einen Gewinneinbruch um 35 Prozent auf 647 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Franzosen allerdings eine Steuergutschrift über 388 Millionen Euro erhalten, die den Nettogewinn damals auf eine Milliarde Euro steigerte. Wie bereits zu Monatsbeginn berichtet, legten die Umsätze im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 4,87 Milliarden Euro zu.

Insgesamt belaufen sich die Einnahmen von Vivendi damit nach neun Monaten auf 14 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der um Sondereffekte bereinigte Profit stieg von knapp einer Milliarde auf 1,7 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2005 rechnet Vivendi-Chef Jean-Bernard Lévy nun damit, das bisherige Jahresziel von 1,8 Milliarden Euro zu übertreffen. Analysten gehen wegen der verbesserten Ertragslage in allen fünf Sparten sogar von einem Pro-forma-Profit von über zwei Milliarden Euro aus. Die Finanzexperten setzen dabei vor allem auf die TK-Sparte mit den Mobilfunktöchtern SFR und Maroc Telecóm. Allein der mit Vodafone als Joint-Venture betriebene Anbieter SFR hatte in den ersten drei Quartalen einen operativen Gewinn von 692 Millionen Euro erzielt. (mb)

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