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Vivendi darf Abfindung für Messier zurückhalten

13.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Handelsgericht in Paris hat den Medienkonzern Vivendi Universal zu neuen Maßnahmen im Streit mit seinem Ex-Chef Jean-Marie Messier ermächtigt. Demnach darf das Unternehmen die Zahlung der Abfindung von 20,5 Millionen Euro blockieren. Die Richter gaben außerdem grünes Licht für ein gerichtliches Vorgehen gegen Messier und den Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Eric Licoys. Dabei will Vivendi in einem beschleunigten Verfahren vor dem Handelsgericht Paris eine Entschädigung in Höhe der Abfindung erstreiten.

Bereits am 10. Juli hatte der Pariser Oberste Gerichtshof dem Unternehmen auf Antrag der Börsenaufsicht COB untersagt, irgendwelche Zahlungen an Messier zu leisten. Diese Entscheidung blockierte einen vorausgegangenen Beschluss eines Schiedsgerichts in New York. Vivendi ist laut Unternehmensmitteilung entschlossen, alle rechtlichen Mittel gegen die Zahlung der Abfindung auszuschöpfen. (uk)