Visual-Studio-Entwickler prägen das SAP-Portal

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Mit einem "Portal Development Kit" lassen sich .NET- und SAP-Programme am Web-Frontend integrieren.

SAP und Microsoft haben nun die offizielle Verfügbarkeit des "Enterprise Portal Development Kit for .NET 1.0" bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um ein Add-in für Microsofts Entwicklungsumgebung "Visual Studio .NET 2003". Mit dem Kit sind Entwickler, die mit dem Microsoft-Werkzeug arbeiten, in der Lage, Portalmodule ("Iviews") für das SAP-Portal zu entwickeln. Die Iviews binden auf diese Weise .NET-Applikationen in das "Enterprise Portal 6.0" ein. Unternehmen können so Firmenportale bauen, die einen Zugriff sowohl auf SAP- als auch .NET-Applikationen gewährleisten, wobei es für den Anwender nicht ersichtlich ist, in welcher Systemumgebung er sich gerade befindet.

Damit sich der Portalnutzer nicht mehrmals anmelden muss, kann das User-Management der SAP- und .NET-Umgebungen über ein auf beide Systemwelten abgestimmtes Single-Sign-on harmonisiert werden.

Entwicklern steht das Portalentwicklungspaket schon seit einiger Zeit auf der Website "SAP Developer Network" (sdn.sap.com) zum kostenlosen Download zur Verfügung. Dort finden sich auch Anleitungen, wie Softwarespezialisten mit Visual Studio .NET Iviews bauen können. Einen ersten Prototypen hatten SAP und Microsoft im Jahr 2003 präsentiert, seit Juni 2004 ist das Modul über das "Early Adopter Programm" erhältlich.

Microsoft-Programme einbinden

SAP-Kunden sind unter anderem in der Lage, bestehende Visual-Basic-Applikationen, Office-Programme, die Dokumenten-Management-Software "Sharepoint" sowie Workflow-Anwendungen, die mit dem "Exchange Server" implementiert wurden, in das auf einem Java-Server laufende Enterprise Portal zu integrieren.

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