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Visa will an das Taschengeld der US-Kids

09.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit seiner neuesten Marktstrategie versucht Visa USA nun auch an das Taschengeld der Teenager heranzukommen. Künftig soll es den US-Kids mit der Kreditkarte "Visa Buxx" möglich sein, für einen bestimmten Geldbetrag im Internet einkaufen zu gehen. Die Eltern der Karteninhaber müssen nur vorher die entsprechende Dollar-Summe auf die Karte laden, und schon können die Teenies nach Herzenslust shoppen gehen. Schon innerhalb der nächsten Wochen soll die neue Visacard für die Altersklasse der 13- bis 17-Jährigen erhältlich sein.

In den USA hat die jüngste Marktoffensive des Kreditkartenriesen bereits zu scharfer Kritik von seiten der Verbraucherverbände geführt. Besorgte Eltern befürchten, dass sie noch zu wenig Gefühl für den bewussten Umgang mit Geld haben. Visa hingegen versucht die Bedenken zu zerstreuen. Nach Ansicht der US-Company hätten die Eltern ausreichend Kontrolle über das Konsumverhalten ihrer Kinder. Auf einer eigenen Website können die Shopping-Gewohnheiten der Teenager verfolgt werden. Im Übrigen dürfen die Eltern ja selbst entscheiden, wie viel Geld sie auf der Visa-Buxx-Karte speichern wollen.