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Farmville

Virtueller Bauerhof boomt - Verbraucherschützer warnen

01.02.2010
Es hört sich harmlos und idyllisch an: Beim Internet-Spiel "Farmville" pflanzen die Spieler Erdbeeren und Bäume an, melken Kühe und bauen sich ein Bauernhaus.
Farmville sieht auf den ersten Blick ganz harmlos aus.
Farmville sieht auf den ersten Blick ganz harmlos aus.

Im Online-Netzwerk Facebook ist das Spiel in kürzester Zeit zu einem Massenphänomen geworden. Knapp 75 Millionen virtuelle Bauern aus allen Teilen der Welt beackern ihr kleines Stück Internet-Land - Tendenz steigend. Doch in der Farmville-Welt ist nicht alles eitel Sonnenschein: Verbraucherschützer warnen vor der Datensammelwut des Anbieters, einige Spieler berichten von unerlaubten Konto-Abbuchungen.

Die amerikanische Internet-Firma Zynga zeigt sich überrascht von dem Erfolg des erst im Juni 2009 gestarteten Spiels. Er habe für Ende des Jahres vielleicht um die fünf Millionen Nutzer erwartet, sagte Gründer Marc Pincus in einem Interview. Aber Spiele wie Farmville dieser Art erleben in Online-Netzwerken gerade einen Boom. Mit Zynga kann man sich ein Aquarium basteln ("Fishville"), Haustiere pflegen ("Petville"), eine Gaststätte führen ("Cafe World") oder sich durch die Unterwelt kämpfen ("Mafia Wars").

Konkurrent Playfish ist mit ähnlichen Spielen wie "Gangster City", "Pet Society" oder "Country Story" am Start. Im November übernahm der Computerspiele-Entwickler Electronic Arts Playfish. Neben dem Kaufpreis von rund 275 Millionen Dollar zahlte EA noch etwa 25 Millionen Dollar sonstige Aktiva und stellte weitere Zahlungen von bis zu 100 Millionen Dollar bei bestimmten Ergebnissen in Aussicht.