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Virtuelle Mitfahrzentrale

20.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine österreichische Forschungsgruppe entwickelt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (Bmvit) in Wien einen Vermittlungsdienst für Fahrgemeinschaften. Kern des Systems ist die Mobilitätsplattform der Pvt AG. Es soll straßen- und minutengenau die günstigsten Mitfahrgelegenheiten finden und wird über Internet, Navigations- und mobile Endgeräte verfügbar sein.

Die Software ermittelt Routen sowie mögliche Treffpunkte und gibt die Ergebnisse als Karte oder Wegbeschreibung aus. Alternativ schlägt sie öffentliche Verkehrsmittel vor und gibt die entsprechenden Fahrpläne aus. Das Vermittlungssystem soll außerdem mit Offboard-Navigationssystemen kombiniert werden. Gibt ein Autofahrer sein Ziel in das Navigationssystem ein, soll er informiert werden, ob jemand entlang seiner Route eine Mitfahrgelegenheit sucht. Die Integration sämtlicher Komponenten übernimmt Wigeogis, das auch für die Entwicklung der Benutzeroberfläche verantwortlich ist.

Die Forschungsgruppe besteht aus Mitarbeitern des Instituts für Verkehrsplanung und -technik an der Technischen Universität Wien, der Angewandte Psychologie und Forschung GmbH und dem Verkehrsplaner Christian Steger-Vonmetz. Die Beteiligten haben ermittelt, dass die virtuelle Mitfahrzentrale allein in Österreich fünf Millionen Pkw-Fahrten, 106 Millionen Pkw-Kilometer und rund 18.000 Tonnen CO2 einsparen könnte. (rg)