Umfrage unter Anwenderfirmen

Virtualisierung: Große Pläne, wenig Know-how

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.
Eine Untersuchung der Centracon GmbH ergab, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen für die nächste zwei Jahre Virtualisierungsprojekte plant. Rund die Hälfte sieht diese aber durch fehlendes Know-how gefährdet.

Virtualisierung ist eines der zurzeit heißen IT-Themen und längst mehr als ein Hype. Die Umfrage der Centracon GmbH unter 341 Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz ergab, dass sich die meisten Anwender schon praktisch damit beschäftigen. So planen fast 60 Prozent der befragten Firmen in den nächsten zwei Jahren ein erstes oder ein zusätzliches Virtualisierungsprojekt.

Dabei überrascht es nicht, dass die meisten Vorhaben der Virtualisierung von Servern gelten. Die dafür nötige Software sowie Administrationswerkzeuge gelten als am weitesten ausgereift. Im Unterschied dazu steckt die Virtualisierung von Desktops noch in den Kinderschuhen - trotzdem haben 27 Prozent der befragten Firmen Projekte in diesem Bereich vor.

Ergebnisse der Umfrage von Centracon
Ergebnisse der Umfrage von Centracon

Die genannten Prioritäten bei den Virtualisierungsprojekten spiegeln sich im erwarteten Nutzen wider. Im Vordergrund standen die Konsolidierung der Infrastruktur und die effizientere Nutzung von Ressourcen. Diese Ziele lassen sich typischerweise mit erfolgreicher Server-Virtualisierung erreichen. Die mit der Desktop-Virtualisierung in Verbindung gebrachten Vorteile wie schlankeres Client-Management (37 Prozent), flexiblere IT-Arbeitsplätze (40 Prozent) sowie die Zentralisierung von Anwendungen (44 Prozent) spielen eine etwas geringe Rolle.

Die größte Hürde für ihre Virtualisierungsstrategien sehen die befragten Firmen im fehlenden technischen Know-how (48 Prozent), gefolgt von unklaren Vorgehenskonzepten (43 Prozent) und anderen Projektprioritäten (36 Prozent).