Kosteneinsparungen nur mittelfristig

Virtualisierung auf dem Vormarsch

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Anzeige  Kostenreduzierung, Sicherheit, Verwaltbarkeit und Vereinfachung der Migration zu Windows 7 sind die wesentlichen Beweggründe für eine umfassende Implementierung von Desktop- und Anwendungs-Virtualisierungslösungen.
Foto: stock.xchng/brcwcs

Mehr als die Hälfte der im Auftrag von Dimension Data befragten 546 Unternehmen betrachten Desktop- und Anwendungsvirtualisierung als eine "geschäftskritische" oder immerhin "bedeutende Initiative" für die kommenden zwölf bis 18 Monate. Die Bereitstellungszahlen werden Schätzungen aus den Unternehmen zufolge um 27 bis 46 Prozent ansteigen und damit die Gesamtzahl virtueller Desktops in Unternehmen während der kommenden zwei Jahre von einigen hundert auf mehrere zehntausend erhöhen.

Ettienne Reinecke, Chief Technology Officer bei Dimension Data, kommentiert: "Während lediglich 13 Prozent der Befragten die unternehmensinterne Umstellung auf Windows 7 abgeschlossen haben, priorisieren Unternehmen aller Branchen und Regionen ihre Investitionen in Desktop-Virtualisierungs-Vorhaben. Außerdem steigt die Zahl der Early Adopters in anderen Regionen als den stark regulierten Branchen Nordamerikas und Westeuropas."

Insgesamt planen der Umfrage zufolge 40 Prozent der Unternehmen die Anschaffung oder Implementierung von Desktop- und Anwendungs-Virtualisierungslösungen, während 12 Prozent diese Initiativen in den kommenden 12 bis 18 Monaten mit höchster Priorität umsetzen wollen. Für Unternehmen, die Desktop-Virtualisierung als "Königsweg" zur Bewältigung von Desktop-Problemen betrachten, haben die Marktforscher dennoch einen Rat: "Verschaffen Sie sich zunächst ein umfassendes Bild Ihrer Geschäftsfaktoren, Ihres künftigen Bedarfs an Mitarbeitern und des Status Ihres vorhandenen Anwendungsökosystems. Erstellen Sie erst danach eine Desktop-Roadmap der nächsten Generation."

In der Regel, hat Dimension Data in der Umfrage herausgefunden, beginne ein Unternehmen mit der Desktop- oder Anwendungsvirtualisierung zunächst für eine kleine Gruppe von Benutzern, um später damit in die Breite zu gehen. Die meisten erfolgreichen Implementierungen wurden für "segmentierte Belegschaften" konzipiert und zielten auf eine Kombination aus herkömmlichen und virtuellen Desktops entsprechend den jeweiligen Anforderungen des Endbenutzers.

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