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Virginia Tech baut zweiten Apple-Supercomputer

27.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem Apple gemeinsam mit der US-Uni Virginia Tech aus dem Stand den drittschnellsten Supercomputer weltweit hingesetzt hatte (Computerwoche online berichtete), arbeitet der kalifornische Hersteller jetzt mit den Wissenschaftlern an einem Upgrade. Diesmal kommen dedizierte "Xserve"-Server mit G5-Prozessoren zum Einsatz - der erste Cluster bestand aus G5-PowerMacs, weil der neue IBM-Chip anfänglich nur in Desktops verbaut wurde.

Der im November aus 1100 Powermacs gebaute Cluster soll im April oder Mai einem Xserve-Verbund weichen. Der Preis wird laut Projektleiter Srinidhi Varadarajan derzeit noch verhandelt, die Zusatzkosten für die Universität schätzt der Forscher aber als "ziemlich minimal" ein. Der erste G5-Cluster hatte inklusive Infiniband-Verbindungen nur sieben Millionen Dollar gekostet - ein Bruchteil in diesem Bereich sonst üblicher Preise. Mit einer Leistung von 10,3 Teraflops kam das System auf Anhieb auf Platz drei der Top-500-Liste. Zum Vergleich: Die Nummer eins der Top 500, NECs "Earth Simulator" mit 35,9 Tflops, hat wenigstens 250 Millionen Dollar verschlungen.

Was mit den 1100 Powermacs - es waren die ersten Geräte, die Apple überhaupt auslieferte - passieren wird, ist noch nicht entschieden. Bislang wurde der Apple-Cluster übrigens noch nicht für wissenschaftliche Berechnungen verwendet, und der Umstieg auf die Platz und Strom sparenderen Xserves bringt einige weitere Monate Verzögerung mit sich. Varadarajan ist aber sicher, dass sich das Warten lohnt. "Das wird schon eher aussehen wie ein traditioneller Supercomputer. Wir können damit größere Probleme über einen längeren Zeitraum hinweg angehen." (tc)