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Virenschwund im Juni

04.07.2006
Experten zufolge kamen im vergangenen Monat so wenig Viren per E-Mail wie nie zuvor.

Lediglich 0,68 Prozent betrug der Anteil virenverseuchter E-Mails des von BlackSpider Technologies im Juni beobachteten Mail-Aufkommen. Nach Angaben des Security-Services-Anbieter ist die Anzahl der befallenen Nachrichten seit Januar dieses Jahres stetig gesunken. Im Mai soll ihr Anteil noch 0,73 Prozent betragen haben. Rang eins auf BlackSpiders aktueller Top-10-Liste der E-Mail-Viren belegt mit 16 Prozent nach wie vor "W32.Netsky.P", gefolgt von "Trojan-Spy.HTML.Fraud.f" sowie "W32.Blackmal.E".

Als Sieg der Sicherheitsindustrie über Malware-Autoren sei das Rekordtief allerdings nicht zu werten, kommentiert Günter Fuhrmann, Geschäftsführer von BlackSpider Deutschland, die aktuellen Ergebnisse. Vielmehr sei derzeit ein Taktikwechsel bei der Virenverteilung zu beobachten. So würden die Schädlinge nicht mehr plump in eine E-Mail eingebettet, sondern stattdessen immer häufiger Mails mit Links zu verseuchten Websites verschickt. Beim Anklicken dieser Links lade sich Nutzer den Schädling dann auf seinen Rechner.

Der Anteil der Spam-Nachrichten am Mail-Aufkommen ist dem Security-Dienstleister zufolge im vergangenen Monat mit rund 78 Prozent ebenfalls deutlich zurückgegangen (Mai: 87,7 Prozent). (kf)