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Vignette rutscht tiefer in die roten Zahlen

23.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die texanische Softwareschmiede Vignette hat in ihrem vierten Geschäftsquartal 2001 einen Nettoverlust von 966,6 Millionen Dollar verbucht - unter anderem aufgrund hoher Abschreibungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Das ist knapp das Siebenfache des Defizits, das der auf Web-Content-Management-Lösungen spezialisierte Anbieter noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ausgewiesen hatte (minus 138,7 Millionen Dollar). Auch der Umsatz ging drastisch auf 52,5 Millionen Dollar zurück. Im vierten Geschäftsquartal 2000 hatten die Einnahmen noch 123,9 Millionen Dollar betragen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 meldete Vignette einen Nettoverlust von 1,53 Milliarden Dollar. Das ist rund eine Milliarde Dollar mehr als noch vor einem Jahr (minus 532,2 Millionen Dollar). Der Umsatz des Unternehmens sank von 366,7 auf 296,8 Millionen Dollar.

Vignette-Chef Greg Peters äußerte sich enttäuscht über die jüngsten Ergebnisse, zeigte sich jedoch aufgrund der seiner Meinung nach marktführenden Position des Unternehmens im Web-Content-Management-Bereich für das laufende Jahr zuversichtlich. Zudem habe man sofortige Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses eingeleitet. Details dazu nannte er nicht. Erst im Oktober hatte das defizitäre Unternehmen rund 20 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen (Computerwoche online berichtete). (ka)