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Vignette befürchtet Umsatzschwund

09.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die texanische Softwareschmiede Vignette befürchtet, dass die Umsätze im zweiten Geschäftsquartal (Ende: 30. Juni) 30 Prozent unter Plan liegen werden. Die Company war bis vor kurzem von Einnahmen zwischen 43 Millionen und 48 Millionen Dollar ausgegangen. Nun rechnet der Anbieter von Web-Content-Management-Systemen nur noch mit einem Umsatz im Bereich von 34 bis 35 Millionen Dollar. Der Verlust vor Einmaleffekten soll mit fünf Cent pro Aktie am oberen Ende der bisherigen Kalkulation liegen.

Vignette-CEO Gregg Peters erklärte, dass die Kunden nach wie vor ihre Kaufentscheidungen verschieben, gleichzeitig würden die Vorteile von geplanten Investitionen noch sorgfältiger abgewogen. Außerdem fallen die Aufträge kleiner aus: Nach eigenen Angaben ist Vignette im abgelaufenen Berichtszeitraum zum ersten Mal seit 1998 nicht gelungen, einen Deal in Höhe von mehr als einer Million Dollar zu sichern. Dagegen lag laut Peters die Zahl der Wartungsverträge von bestehenden Kunden unerwartet hoch. Die endgültigen Zahlen für das zweite Geschäftsquartal will Vignette am 17. Juli bekanntgeben. (mb)