Sonntag

Viel IT-Prominenz bei Trauerfeier für Steve Jobs

17.10.2011
Die Elite der amerikanischen IT-Branche hat am Sonntag bei einer abgeschirmten Trauerfeier Abschied vom verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs genommen.
Trauerbekundungen am Apple Store San Francisco am Morgen nach Steve Jobs' Tod.
Trauerbekundungen am Apple Store San Francisco am Morgen nach Steve Jobs' Tod.
Foto: Thomas Cloer

Unter den Gästen in der Kirche der kalifornischen Elite-Uni Stanford waren laut Medienberichten bekannte Figuren wie Google-Chef Larry Page, Microsoft-Gründer Bill Gates und Oracle-Lenker Larry Ellison. Auch Ex-Präsident Bill Clinton, U2-Frontmann Bono und die Sängerin Joan Baez, mit der Jobs eine Zeit lang liiert war, seien dabei gewesen, berichtete die "New York Times" am Montag.

Apple hielt die Zeremonie als private Trauerfeier unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit strikten Sicherheitsvorkehrungen ab. Laut Augenzeugen hatte Google-Chef Page Probleme, an den Wachleuten vorbeizukommen, weil er seine Einladung nicht dabeihatte.

Auffällig war auch die Anwesenheit von Vertretern heutiger Apple-Gegenspieler wie Samsung und Adobe. Für den südkoreanischen Konzern, mit dem Apple sich gerade in einem weltweiten Ideenklau-Streit bekriegt, kam der Top-Manager Lee Jae Yong. Der Enkel des Samsung-Gründers Lee Byung Chull gilt als ein möglicher Kronprinz für die Konzernspitze und ist aktuell für das Tagesgeschäft zuständig. Für den Software-Spezialisten Adobe, mit dem Jobs jahrelang um die Multimedia-Software Flash gestritten hat, kamen laut "San Jose Mercury News" die Gründer Chuck Geschke und John Warnock.

Jobs, die treibende Kraft hinter Apples Erfolgen wie iPhone und iPod, war am 5. Oktober nur einen Tag nach der Vorstellung des iPhone 4S an den Folgen einer langwierigen Krebserkrankung gestorben. Sein Tod löste eine weltweite Welle der Trauer aus, Apple hielt sich aber mit öffentlichen Gedenkveranstaltungen zurück. Nach der Zeremonie in Stanford ist lediglich eine interne Gedenkfeier im Apple-Hauptquartier am kommenden Mittwoch geplant. (dpa/tc)