Navigationsgerät

Via Michelin Navigation X-980T

23.10.2007
Von Ines Walke-Chomjakov
Das Navigationsgerät Via Michelin Navigation X-980T will mehr sein als reiner Lotse. Es kommt mit jeder Menge Zusatzfunktionen und einem umfassenden POI-Katalog. Der Test zeigt, wie ihm das in der Praxis gelingt.

Testbericht

Besonderheit: Die Bildschirmoberfläche des X-980T ist glänzend. So lieferte der Monitor zwar leuchtende Farben und erwies sich als blickwinkelstabil. Gleichzeitig störten jedoch die Spiegelungen. Außerdem blieb auf dem Touchscreen jeder Fingerabdruck sichtbar. Das Verwenden des beiliegenden Stifts empfiehlt sich.

Ausstattung: Mit Netzteil, Tasche, TMC-Antenne, USB-Kabel und Stromadapter für den Zigarettenanzünder fanden sich umfassendes Zubehör im Paket. Speziell: Der Saughalter für die Windschutzscheibe hat ein massives Kugelgelenk und einen recht komplizierten Mechanismus für das Navi. Es wird über eine Schiene auf die Docking Station geschoben. Zum Abnehmen muss man einen Knopf drücken und gleichzeitig das Gerät nach oben schieben - ging im Test nur mit ziemlichem Kraftaufwand. Als Anschlüsse bietet der Lotse Bluetooth und Buchsen für Mini-USB, Kopfhörer und Antenne. Auf der 2-GB-SD-Karte ist das Kartenmaterial für 24 Länder Europas inklusive Reise-, Restaurant- und Hotelführer abgelegt.

Handhabung: Am massiven Geräterahmen finden sich Direkttasten für Lautstärke, Menü, Verlauf, Verkehrsinfo und Sonderziele. Die Menüführung selbst hätte etwas schlüssiger sein können. So fanden wir die Icons im Verhältnis zum vorhandenen Platz als recht klein und nicht immer glücklich beschriftet. Zum Teil hat es Michelin auch übertrieben wie etwa bei den diversen Warnfunktionen für Blitzer, Geschwindigkeit und POIs, die sich zusätzlich auch noch selbst definieren lassen. Gut, dass man sie auch deaktivieren kann.

Navigation: Das Ziel war schnell via Postleitzahl oder Stadtnamen eingegeben. Plus: Sowohl nationale als auch internationale Ziele berechnete der X-980T mit im Schnitt 5 Sekunden flott. Das Gerät navigierte straßennamengenau und machte detaillierte Angaben, die wir teils jedoch als langatmig empfanden. Manko: Im Test hielt der Akku gerade einmal gut eine Stunde - das ist zu kurz.

Fazit: Ein Navigationsgerät, das sich als Reisebegleiter nutzen lässt. Die Fülle der Funktionen macht das Gerät etwas unübersichtlich und letztlich teuer.