Mit IBM-Technik

Vestas gewinnt den Big Data Award 2012 der Computerwoche

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Der Windanlagenhersteller Vestas setzt auf Supercomputer und Big Data-Analytics-Lösungen von IBM zur optimalen Standortberechnung von Windkrafträdern. Damit haben die Dänen den Big Data Award 2012 der COMPUTERWOCHE gewonnen.

Die Partner wurden gestern Abend in Offenbach mit dem Big Data Award 2012 ausgezeichnet. Den zweiten und dritten Platz belegten die Projekte von Bild.de und EXASol.

Vestas Wind Systems und IBM erhalten den ersten Preis im COMPUTERWOCHE Big Data Award 2012.
Vestas Wind Systems und IBM erhalten den ersten Preis im COMPUTERWOCHE Big Data Award 2012.

Vestas Wind Systems ist der weltweit größte Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen. Um die von Vestas-Kunden projektierten Windkraftanlagen noch wirtschaftlicher gestalten und betreiben zu können, nutzt der Windanlagenhersteller Hard- und Software von IBM: Mit Hilfe eines des größten privat genutzten Supercomputers namens "Firestorm" und einer maßgeschneiderten Big-Data-Analytics-Lösung von "Big Blue" kann Vestas bereits im Vorfeld von Projektplanungen in wenigen Stunden für einen bestimmten Standort berechnen, wie viel Energie in den nächsten Jahrzehnten dort erzeugt werden wird, wie hoch der Ertrag ist und wie schnell die Anlage sich rechnet.

Vestas Wind Systems verfügt über 50.000 Wind-Turbinen in mehr als 70 Ländern mit einer installierten Leistung von 51 Gigawatt und ist mit einem Weltmarktanteil von 13 Prozent der größte Anlagenbauer von Windkraftanlagen. Vestas‘ Firestorm-Supercomputer hat eine Speicherkapazität von rund 2,8 Petabyte. Bestehend aus 1300 Servern gehört der Firestorm zu den schnellsten Großrechnern weltweit und kann - auch dank der Analysesoftware "IBM InfoSphere BigInsights" - die anfallenden Berechnungen sozusagen spielend erledigen. Dafür werden die Daten der in Frage kommenden Standorte mit weiteren Faktoren wie Geländehöhe, Bodenbeschaffenheit und Satellitenbildern verknüpft. Insgesamt gehen 160 Faktoren, die die Leistung und Lebensdauer der Anlagen beeinflussen, in die Analyse ein. Die zu verarbeitenden Datenmengen umfassen sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten - eine klassische Big Data Aufgabe.

Martin Bayer, Computerwoche; Klaas Bollhoefer, The unbelievable Machine Company GmbH; Steffen Weissbarth, CEO Exasol AG; Nils Grabbert, Xplosion Interactive; Rhod Gregersen, Vestas Wind Systems; Frank Theisen, IBM Europe; Carsten Bange, Barc; Michael Beilfuss, IDG Business Media GmbH (v.l.n.r.).
Martin Bayer, Computerwoche; Klaas Bollhoefer, The unbelievable Machine Company GmbH; Steffen Weissbarth, CEO Exasol AG; Nils Grabbert, Xplosion Interactive; Rhod Gregersen, Vestas Wind Systems; Frank Theisen, IBM Europe; Carsten Bange, Barc; Michael Beilfuss, IDG Business Media GmbH (v.l.n.r.).

"Windturbinen von Vestas sind oftmals mehrere Jahrzehnte lang in Betrieb. Daher wollen unsere Kunden natürlich vor Baubeginn wissen, wie viel Energie sie produzieren und welchen ROI sie haben werden", erklärt Anders Rhod Gregersen, Senior Specialist for Plant Siting and Forecasting, Vestas Wind Systems A/S. "Dank der Soft- und Hardwarelösungen von IBM können wir diese Fragen nun schnell und zuverlässig beantworten. Somit lassen sich neue Märkte für Windenergie identifizieren und wir können unseren Kunden dabei helfen, ihre anspruchsvollen Ziele für die erneuerbaren Energien zu erreichen."

Unter anderem können exakte Luftstrom-Modelle für jeden beliebigen Standort errechnet werden. Das erhöht die Effizienz der Standortbestimmung und eliminiert gleichzeitig überflüssige Planungszeit. Vestas Wind Systems bietet gegenwärtig als einziger Hersteller im hart umkämpften Wind-Markt eine derartige Option zur Anlagenplanung.

Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen die weiteren Projekte in einer Kurzübersicht vor.