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Verwirrung um Microsoft-Prognose

07.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einige Verwirrung gab es gestern um die Äußerungen von Microsofts Finanzchef auf einer Analystenkonferenz von SG Cowen am Mittwoch. Diese waren gemeinhin als so genanntes "Update" in Bezug auf die wirtschaftliche Situation des Softwarekonzerns für den Rest des Jahres ausgelegt worden (Computerwoche online berichtete).

Gestern auf einer weiteren Analystenkonferenz - diesmal von Salomon Smith Barney - hieß dann plötzlich Kommando zurück - CFO (Chief Financial Officer) Connors pochte darauf, er habe eben kein Update gegeben. Eine Konzernsprecherin erläuterte, der Finanzchef habe die zuletzt veröffentlichte Prognose vom vergangenen Juli (Einnahmen zwischen 28,8 und 29,6 Milliarden Dollar; 1,91 bis 1,95 Dollar Gewinn pro Aktie) nicht etwa erneut bestätigt, sondern lediglich erklärt, an dieser Erwartung habe sich seither nichts geändert.

Auch wenn sich mancher fragen mag, wo denn hier nun der Unterschied liegt - für die Anleger ist er klar ersichtlich: Microsofts Aktienkurs fiel gestern um fast drei Prozent auf 56,02 Dollar, nachdem das Papier tags zuvor um 1,64 auf 57,74 Dollar gestiegen war.