Die empfehlenswertesten Systemhäuser 2015

Vertrauensbasis als Chance für IT-Trendthemen

Doris Breitenreuter ist Communication Manager bei der Evernine Group, einem Deutschland weit vertretenen Spezialisten für Kommunikation und Medien im Umfeld der B2B-IT.
Die Kunden sind mit den Leistungen ihren Systemhäusern insgesamt sehr zufrieden, Tendenz steigend. Ausbaufähig ist allerdings die Projektzahl im Bereich Managed Services und Cloud. Wie können die Systemhäuser in Zukunft hier stärker punkten?

Klein, aber fein - so könnte man die Aussagen der Kunden interpretieren. Wie schon im Vorjahr empfehlen sie am liebsten Systemhäuser aus der kleinsten Umsatzklasse (bis 50 Millionen Euro Jahresumsatz) weiter, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage von Computerwoche. Unter den zwanzig meistempfohlenen Unternehmen finden sich fünfzehn Kandidaten aus dieser Klasse und mit der ACP Holding nur eines aus der größten Systemhauskategorie des Rankings vertreten.

Insgesamt zeigt die Umfrage sehr zufriedene Systemhauskunden. Das Ranking basiert auf 7.276 von Kunden bewerteten Projekten. Für die Leistung der an diesen Projekten beteiligten Systemhäuser aller Größenklassen vergaben die Kunden die Durchschnittsnote 1,73.

Bereits in den Vorjahren erreichten die IT-Dienstleister bei den Umfragen gute Ergebnisse mit den Noten 1,82 im Jahr 2013 und 1,80 im Jahr 2014. Der leichte Aufwärtstrend hält also an. In der Umfrage hatten die Kunden auch die Möglichkeit, in Freifeldern den Projektverlauf in den einzelnen Kategorien - von Anwendungssoftware bis Storage - zu kommentieren.

Neben sachlichen, produktgenauen Beschreibungen der Projekte, äußerten sich die Kunden hier unter anderem lobend über das entstandene "Vertrauen durch Fachkompetenz". Kritik wurde selten laut, etwa dann, wenn die Kommunikation nicht stimmte oder die Lösung nicht hielt, was sie versprach.

Ähnlich wie 2014 zeigt sich, dass klassische Projekte rund um Security, Storage, Netzwerk- und Software-Infrastruktur am häufigsten umgesetzt werden. Obwohl Systemhäuser sich verstärkt Trends wie Cloud und Managed Services auf die Fahnen schreiben, bleiben konkrete Projekte in der Bewertung eher Randerscheinungen.

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So konnte in der Kategorie Managed Services dieses Jahr kein Systemhaus die vorgegebene Mindestfallzahl von zehn eingereichten Projekten erreichen. Das Gros der Systemhäuser tut gut daran Strategien zu suchen, um sich bei zukunftsweisenden IT-Themen verstärkt mit Rat und Tat bei ihren Kunden zu positionieren. Denn die bereits geschaffene, sehr gute Vertrauensbasis kann bei den Trendthemen der Schüssel sein, um sich in Zukunft gegen die großen amerikanischen Outsourcing- und Cloud-Konzernen zu behaupten.