Botfrei.de warnt

Verschlüsselungstrojaner bedroht vermehrt Smartphones

18.05.2015
Eine Schadsoftware, die seit Jahren PC-Nutzer in Atem hält, bedroht jetzt auch vermehrt für Smartphones.

Beim Beratungsdienst Botfrei.de "mehren sich die Meldungen über einen BKA-Trojaner, der besonders Nutzer von Android-Smartphones betrifft", teilte der Internetverband eco am Montag mit. Der Verband betreibt Botfrei.de und gibt dort Tipps, wie sich Internetnutzer gegen Schadsoftware schützen können. Die sogenannten BKA-Trojaner fordern Nutzer mit einem Behördenlogo dazu auf, Geld an die kriminellen Verbreiter der Schadsoftware zu überweisen. Ansonsten droht eine Sperrung der eigenen Daten.

Bei PCs sind diese Verschlüsselungstrojaner seit Jahren bekannt. Da die Computer inzwischen besser geschützt seien, bemerke man einen Anstieg bei Smartphones. Botfrei empfiehlt unter anderem, nur Apps aus den offiziellen App-Geschäften zu kaufen. Bei Android ist das Google Play, bei Apple der iTunes-Store. Außerdem sollten Nutzer die Zugriffsberechtigungen von Apps einschränken und im Auge behalten. (dpa/tc)

 

Dirk Haar

Eine Liste von Apps, die den Trojaner enthalten, wäre nciht schlecht.
Sonst ist diese Meldung nichts als eine Werbung für eine Webseite -
die obendrein schwammige und daher unnütze Warnmeldungen herausgibt.

Obendrein sind zwei der gutgemeinten ("gutgemeint" ist die kleine Schwester von "sch... gemacht") Ratschläge weltfremd:

1) stets die Firmware des Smartphones auf dem neuesten Stand halten
und
4) Berechtigungen einschränken

widersprechen sich solange, wie

a) Provider die Updates nicht weitergeben und
b) ohne Rooting und nach Updates (die meist Rootmöglichkeiten unterbinden) Tools zum manuellen Einschränken von Berechtigungen nicht funktionieren.

Auch

5) "Links aus unbek. Mails und SMS misstrauen" nützt nichts, wenn man dafür von Freunden gemailten Links blind vertraut.

Es hat schon seinen Grund, warum ich 4-5 mal im Jahr Viren von Links Rechner entfernen darf. Auch Freunde können dumm sein (keine/unzureichende Schutzsoftware haben) oder Virenlinks angeklickt haben.

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