Verschlüsselung mit Truecrypt 4.3

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Reisende haben immer das Risiko, dass ein unehrlicher Finder ihres verlorenen Notebooks die Daten darauf missbraucht. Verschlüsselung sollte also eine Selbstverständlichkeit sein. Wer entsprechende Techniken leicht bedienbar und kostenlos haben will, sollte einen Blick auf Truecrypt für Windows und Linux werfen.

Truecrypt erlaubt verschiedene Methoden der Dateiverschlüsselung: komplette Festplattenpartitionen sowie externe Datenträger wie USB-Sticks. Anwender, die nur einen Teil ihrer Daten gegen neugierige Blicke schützen wollen, können zudem virtuelle verschlüsselte Laufwerke erzeugen.

Diese lassen sich zudem auch noch mittels Steganografie diskret verstecken. Dadurch sind Daten selbst dann geschützt, wenn ein Dieb das Passwort kennt: Das versteckte Laufwerk ist unsichtbar im freien Speicherbereich eines normalen virtuellen und verschlüsselten Laufwerks eingebettet. Wer nicht weiß, dass es vorhanden ist, kann den unsichtbaren Bereich auch nicht entdecken - er erscheint einfach als freier Speicher.

Truecrypt
Truecrypt

Zur Verschlüsselung selbst bietet Truecrypt drei Verfahren an: AES-256, Serpent und Twofish. Alle drei Methoden für sich bieten schon eine sehr hohe Sicherheit. Wem das noch nicht ausreicht, der kann diese Mechanismen kombinieren. Allerdings benötigt das Tool dann länger, um die Daten zu verschlüsseln und später wieder lesbar zu machen.

Die Bedienung von Truecrypt erfolgt weitgehend intuitiv, eine längere Einarbeitung ist nicht notwendig. In der aktuellen Fassung 4.3 unterstützt die Software bereits Windows Vista in der 32- und 64-Bit-Version.

CW-Fazit

Truecrypt kann aus der Festplatte eine sehr schwer einnehmbare Festung machen, ist einfach zu bedienen, kostenlos und Open Source.